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Bisher nie öffentlich gezeigt

Lübben.. Ein glasiger Strahlstein und ein Bergkristall vom Sankt Gotthard in der Schweiz, ein Selanit aus Berchtesgarden, ein Feldspaat aus dem deutschen Frohburg und ein Kupferlasurstein mit Malachit aus Lyon – das sind die fünf Steine, die auf dem Plakat zu sehen sind, mit dem für die

Sonderausstellung im Stadt- und Regionalmuseum geworben wird. Angeordnet sind sie rechts und links eines Gemäldes von Giuseppi Grasse aus dem Jahre 1797, auf dem er Auguste Charlotte Gräfin von Kielmannsegge, verwitwtete Gräfin zu Lynar, porträtierte. Aufmerksam gemacht wird mit dem Plakat auf die Sonderausstellung „Steine aus Europa“ , die am Donnerstag, dem 17. Juli, um 17.30 Uhr im Wappensaal des Schlosses von Brandenburgs Kulturministerin Johanna Wanka, Bürgermeister Lothar Bretterbauer und Museumsdiraktorin Christina Orphal eröffnet wird.
Dass diese Ausstellung zustande kommt, war bis vor wenigen Wochen nicht klar, da das Land Geld auf Eis gelegt hatte und damit den Förderantrag aus Lübben (die RUNDSCHAU berichtete). „Wir sind froh, dass wir trotz der Haushaltssituation das Geld zur Verfügung gestellt bekommen haben. Sicherlich, weil wir ein sehr ordentliches Projekt zugearbeitet haben“ , sagt Jürgen Höhn, Chef der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH. Zudem befinde sich die Sammlung der Gräfin im hiesigen Museumsfundus.
800 Steine, Mineralien und Fossilien aus Europa umfasst sie. Der Öffentlichkeit gezeigt wurde sie noch nie. Zeitgenössische Darstellungen der Fundorte und Informationen über das Leben der Gräfin von Kielmans egge - sie ging zwar in die Literatur als Geliebte Napoleons ein, aber nicht wegen ihrer Sammler- und Forschertätigkeit - werden die Schau, die mit Leihgaben der Familie zu Lynar und des brandenburgischen Landeshauptarchivs zusammengestellt wurde, abrunden. Fachliche Hilfe gaben die geologische Abteilung des Cottbuser Naturkundemuseums und der Lübbener Gerd Klutentreter, selbst Mineraliensammler.

Info zum Thema
Die Sonderausstellung „Steine aus Europa“ kann ab dem 18. Juli bis zum 28. September zu den Öffnungszeiten des Stadt- und Regionalmuseums dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.
Ein Workshop „Hobby-Steine-Sammeln“ ist für den 30. August und den 19. September geplant. (dh)