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| 01:08 Uhr

Bild des Fußballs im Wandel

Lubolz.. Nicht nur der tief greifende Wandel in der Bevölkerungsstruktur, sondern auch Trendsportarten wie Inline-Skaten, Billard und Handball wackeln am Thron von „König Fußball“ . Dem muss sich der Fußball in den kommenden Jahren stellen, zumal die Auswirkungen vor allem im E-Jugend-Bereich bereits heute spürbar sind. Von Frank Selbitz

Dieter Dünnbier, Vorsitzender des Spreewälder Fußballkreises, formulierte im Rahmen seiner Saisoneinschätzung deutlich, wie die Zukunft im Nachwuchsbereich aussehen wird. „An Fusionen zwischen den Vereinen, an Spielgemeinschaften wird kein Weg vorbei führen.“
Dagegen bezogen die Radduscher Delegierten Position. „Wenn in Leistungszentren wie Lübbenau die talentierten Jugendlichen nicht nur zusätzliches, qualifiziertes Training erfahren, sondern an den Spieltagen auf der Auswechselbank schmoren, während sie in den Heimatvereinen jedes Wochenende spielen könnten, dann ist das der falsche Weg.“
Paul Grenkowski, Verantwortlicher für die Nachwuchsarbeit, stimmte diesem zu, denn es könne „im Interesse der Jugend nur ein Mit- und kein Gegeneinander geben“ . Basisarbeit im Fußball sei wichtig, um bei einem Rückgang der Kinderzahl auch künftig erfolgreich zu sein. Allerdings fehle es an qualifizierten Übungsleitern. Positive Ansätze seien zwar sichtbar, wie zum Beispiel bei Uli Wegner in Vetschau und Knut Falk in Lübben, doch leider noch die Ausnahme.
Neben der technisch-taktischen Ausbildung sei vermehrt auf die erzieherische Ausbildung zu achten, damit Spielabbrüche und Schiedsrichterbeleidigungen sich nicht weiter häufen. Dabei zögen sich die Probleme vom Nachwuchs- bis in den Erwachsenenbereich, wo als jüngste Beispiele unterlegene Teams nicht zur Siegerehrung auf dem Platz blieben.
„Das Bild des Fußballs steht im Wandel, doch wer ein Spiel verloren hat, sollte das Gesicht wahren“ , so Dünnbier in Bezug auf die vermehrt auftretenden negativen Begleiterscheinungen. Darunter kritisierte er auch das Desinteresse der Vereine, zum Beispiel an den Hallenmeisterschaften.
Dass Fußball andererseits ein Magnet für die Zuschauer sein kann, bewies nicht nur das diesjährige Pokalfinale in der Nachbarstadt Lübbenau, „das zwischen 1885 Golßen und Rot-Weiß Luckau zu den besten Spielen seit Bestehen des Fußballkreises zählt“ , sondern ebenso das Calauer Stadtderby zwischen Lok und dem SV, das 600 Zuschauer anlockte.
Aufbruchstimmung herrsche also im Fußballkreis, die sportlich reizvolle Konstellationen - in der Landesklasse Mitte mit dem Aufeinandertreffen der Mannschaften aus Lübbenau, Lübben und Luckau - biete. Andererseits gebe es Probleme im Nachwuchsbereich zu lösen, wo bei den E-Jugendlichen nur noch drei Mannschaften den Spielbetrieb aufnehmen werden.

Ansetzungen Pokalspiele im August
 Während der Tagung der Verantwortlichen des Fußballkreises Spreewald wurden auch die Pokalspiele ausgelost, die am 9. und 10. August ausgetragen werden. Dabei ergaben sich folgende Ansetzungen.

Sonnabend, 9. August: Blau-Weiß Vetschau - SV Calau, SV Calau - SpVgg. Raddusch, SG Einheit Drahnsdorf II - SV Calau II, RW Wormlage - SV Blau-Weiß Straupitz; ESV Lübbenau - SV Eintracht Wittmannsdorf.

Sonntag, 10. August: Eintracht Koßwig - SG Hertha Niewitz, Blau-Weiß 08 Kreblitz - SV Walddrehna II, SV Lok Calau III - SG Grün-Weiß Schlepzig II, SV Blau-Weiß Lieberose - SG Einheit Drahnsdorf, SV Eintracht Wittmannsdorf II - 1. SV Blau-Weiß Görlsdorf, SG Jamlitz II - SV Wudritz/Ragow, SSV Lübbenau - SG Jamlitz, SV Blau-Weiß Straupitz II - Blau-Weiß Vetschau II, FSV Groß Leuthen/Gröditsch II - SV Walddrehna, SG Vetschau 92 - FSV Rot-Weiß Luckau II, SV Blau-Weiß Lubolz - TSG Lübbenau II, Goyatzer SV II - Goyatzer SV I, SG Kasel-Golzig - SV Lok Calau II, SG Boblitz - FSV Kaden-Duben, SV Grün-Weiß Lübben - SSV Alemania Altdöbern II.