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| 17:37 Uhr

Bauplanung
BHG in Lübben plant Erweiterung

Die BHG an der Lieberoser Straße in Lübben will sich deutlich erweitern. Die Gesamtverkaufsfläche von 2400 Quadratmetern soll um 5500 Quadratmetern erhöht werden. Das ist Thema in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag.
Die BHG an der Lieberoser Straße in Lübben will sich deutlich erweitern. Die Gesamtverkaufsfläche von 2400 Quadratmetern soll um 5500 Quadratmetern erhöht werden. Das ist Thema in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag. FOTO: Ingvil Schirling / LR
Lübben. Stadtverordnete entscheiden über Bebauung an der Lieberoser Straße.

Wenn es demnächst Gartenbesitzern und Heimwerkern wieder in den Fingern juckt und sie Pflanzen oder Baumaterial kaufen wollen, dann wird es auf dem Gelände der BHG Lübben in der Lieberoser Straße eng. „Wir wollen die Warenein- und -ausgänge trennen, mehr Platz für den Baustoffhandel schaffen“, sagte Marie-Luise Buder, Geschäftsführerin der BHG Handelszentren GmbH im Bauausschuss der Stadtverordnentenversammlung. „Fahr- und Standspuren sollen zum vernünftigen Be- und Entladen zur Verfügung stehen“, ergänzte sie.

Das bestehende Gebäude soll umgebaut und als Baumarkt mit Fachhandel genutzt werden. In einem Neubau im Westen der Grundstücks soll ein Gartencenter untergebracht werden. Die Verkaufsfläche, die jetzt 2400 Quadratmeter umfasst, wird um 5500 Quadratmeter erhöht. Die 7900 Quadratmeter könnten sich dann aus 3200 Quadratmeter Freifläche, 2000 Quadratmeter Baumarkt und 2700 Quadratmeter Gartencenter zusammensetzen. Das Grundstück wird nördlich durch den Kiefernweg, östlich durch die Straße Kackows Heide und südlich durch die Lieberoser Straße begrenzt. Im Westen befinden sich angrenzend Wohngrundstücke sowie unbebaute Flurstücke.

Die in diesem Umfang geplante Erweiterung der Verkaufsfläche übersteigt den vorhandenen Bebauungsplan aus dem Jahr 1998. Das Vorhaben zur Erweiterung des Baumarkts wurde bereits im Oktober 2012 und im Oktober 2015 im Bauausschuss vorgestellt und von den Mitgliedern befürwortet. Es wurde berücksichtigt, dass der Fachmarkt mit der derzeitigen Größe nicht mehr marktadäquat aufgestellt sei und sich laut gültiger Planung nicht erweitern kann.

Deshalb hatte die Geschäftsführerin der BHG im Juni 2016 einen Antrag auf Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes gestellt. Nach der Abstimmung mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und auf der Grundlage einer Auswirkungsanalyse der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung vom April 2017 hat die Gemeinsame Landesplanungsabteilung im Januar 2018 die Vereinbarkeit der Planung mit den raumordnerischen Zielen bestätigt. Auch vom Amt für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Tourismus des Landkreises Dahme-Spreewald ist im Januar die Änderung des Flächennutzungsplanes genehmigt worden. Einschließlich Umweltprüfung wird nun der Bebauungsplan das Regelverfahren durchlaufen, so die Feststellung in der Vorlage, die den Lübbener Stadtverordneten am Donnerstag zur Beschlussfassung vorliegt. Die Mitglieder des Bauausschusses hatten sich erneut einstimmig für das Vorhaben ausgesprochen, das sich im Rahmen des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts der Stadt Lübben bewegt und die marktadäquate Entwicklung des Einzelhandelsstandorts gewährleisten soll. Auch im Hauptausschuss gab es eine Zustimmung für das Vorhaben.

BHG-Chefin Marie-Luise Buder betonte, dass das Vorhaben nun „schnellstens angepackt“ werden soll.