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Bewegende Gedenkfeier in Lieberose

Lieberose.. Eine bewegende Gedenkfeier für die Opfer des Faschismus hat am Samstag in der Gedenkstätte Lieberose stattgefunden.

Mit einer stillen Kranzniederlegung verbunden war die Enthüllung einer Gedenktafel am Ehrenmal, die an eines der ersten Opfer in der nahe gelegenen Außenstelle Jamlitz des Konzentrationslagers Sachsenhausen erinnert, an den damals 20-jährigen Tadeusz Smolarczyk.
Eine zweite Tafel, die dieser Tage an der Ringmauer angebracht worden war, erinnert an den jüdischen Arzt Dr. Hans Landshut, der in Jamlitz das Leiden seiner Mitgefangenen linderte. Er starb am 3. Oktober 1944.
Das Schicksal eines Überlebenden hatten Schülerinnen der Ludwig-Leichhardt-Oberschule in Goyatz dokumentiert. Janine Neumann, Franciska Haufe und weitere Mädchen hatten sich mit Unterstützung von Peter Kotzan, dem Leiter der Lieberoser Gedenkstätte, in das Dunkel der Vergangenheit gewagt und die Geschichte von Stefan Markoswki recherchiert. Der polnische Häftling wurde als 18-Jähriger mit 400 weiteren vom KZ Groß Rosen bei Breslau nach Jamlitz gebracht. Seine von den Mädchen aufgezeichneten Erinnerungen erschütterten während der Gedenkfeier die Anwesenden.
In der Außenstelle Jamlitz des KZ Sachsenhausen kamen in den Jahren 1943 bis 1945 tausende Juden aus vielen europäischen Ländern sowie Gegner des Nationalsozialismus um. (hugo)