(kkz) Durch den Lübbener Hain soll die neue Mobilitätsachse führen, auf der vor allem Gäste der Stadt leichter den Weg vom Bahnhof in die Innenstadt finden. Außerdem sollen die Wege im Hain und die Friedensstraße so verbessert werden, dass sie für Fußgänger, Radfahrer aber auch Menschen im Rollstuhl oder Blinde bei jeder Witterung gut nutzbar sind. Das Planungsbüro Degat und die Architekten und Stadtplaner vom Büro Nagler und Dieck haben dazu einen Entwurf erarbeitet und im jüngsten Bauausschuss vorgestellt.

Insgesamt rund 1,4 Millionen Euro würde es kosten die gesamte Strecke vom Schwarzen Weg über die Friedensstraße durch den Hain bis zur Breiten Straße zu erneuern. Rund 900 Meter lang ist diese Mobilitätsachse. Wie Christoph Dieck von Nagler & Dieck erläutert, wird vorgeschlagen, auf dem Weg einen drei Meter breiten Streifen mit einem einheitlichen Material zu befestigen. Dies könnten farbiger Asphalt, Granitplatten oder Kleinpflaster sein, so Dieck. Unterschiedliche Bodenbeläge seien ungünstig, da dann die Einheitlichkeit des Weges nicht zur Geltung käme. Er ergänzt, dass der Granit bei der Herstellung zwar am teuersten sei, dafür aber am langlebigsten. „Bei Asphalt wäre nach etwa 20 Jahren eine Deckenerneuerung nötig“, sagt Dieck, während bei Granit nur regelmäßig das Unkraut in den Fugen beseitigt werden müsse. Weiterhin schlagen die Planer vor, die bereits vorhandenen Objekte entlang des Weges – wie Ehrenhain, Kriegerdenkmal oder Liuba-Stein – durch neue am Bahnhof oder an Abzweigen im Hain zu ergänzen und so den Weg zusätzlich zu beleben.

Für Gesprächsstoff sorgen im Bauausschuss die Veränderungen auf der Friedensstraße. Hier müssen bei der Erneuerung Bäume weichen. Baufachbereichsleiter Frank Neumann versichert, dass es dafür Ersatzpflanzungen geben werde. Hinsichtlich der Parkplätze sichert Dieck zu, dass entlang der Straße Parknischen erhalten bleiben, auch wenn den Bäumen insgesamt mehr Platz eingeräumt werde. Letztlich wünscht Peter Rogalla (Linke), dass zur Gestaltung der Mobilitätsachse durch den Hain eine Bürgerbeteiligung nötig sei, schließlich soll der fertige Weg für die nächsten 80 Jahre Bestand haben. Frank Neumann von der Stadtverwaltung hat den Wunsch mitgenommen. Einen Termin für die Umsetzung gibt es noch nicht, da für den Bau Fördermittel beantragt werden müssen. Wie Thomas Kung, Geschäftsführer von Degat versichert, gibt es beim Land Programme, in die das Konzept hineinpasst.