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| 14:32 Uhr

Die Polizei warnt
Besonnene Seniorinnen widerstehen „Enkeltricksern“

Bestensee. Der Polizei wurden am Dienstagnachmittag zwei vergebliche Betrugsversuche angezeigt, die nach der bekannten Methode des „Enkeltricks“ verübt worden waren. Zwei Seniorinnen im Alter von 86 und 88 Jahren aus Bestensee waren von einem unbekannten Mann angerufen worden, der von ihnen unter einer Legende in akzentfreiem Deutsch fünfstellige Geldsummen erlangen wollte.

In beiden Fällen scheiterte der Versuch an der Besonnenheit der Frauen, dennoch wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, teilte die Polizei gestern mit.

Deshalb in diesem Zusammenhang nochmals folgende wichtige Hinweise der Polizei:

Angebliche „Enkel“ (Nichten, Neffen) rufen immer wieder bei älteren Bürgern an und schildern ausgedachte Notlagen (Autounfälle, Geldnot wegen Haus- oder Wohnungskauf, hohe Arzt- oder Anwaltskosten usw.). Sie bitten darum, in diesen schlimmen Situationen zu helfen. Dabei handelt es sich immer um finanzielle Unterstützungen in Höhe von mehreren tausend Euro. Meist wird zuerst gefragt, ob die Bargeldsumme auch sofort zur Verfügung steht. Wenn das nicht der Fall ist, sollen die älteren Mitbürger überredet werden, das Geld vom Konto oder vom Sparbuch abzuheben. Dann wird erklärt, dass man persönlich nicht in der Lage ist, selbst vorbeizukommen, um das Geld abzuholen und deshalb einen guten Freund oder Bekannten schicken wird, der das Geld in Empfang nimmt.

So können Sie sich schützen: Nennen Sie keine Namen Ihrer wirklichen Verwandten. Geben Sie keine Auskünfte über Ihre Ersparnisse. Heben Sie aus diesem Anlass kein Geld ab. Bestehen Sie auf einer persönlichen Kontaktaufnahme. Informieren Sie sich über die wirkliche Notlage bei Ihren Kindern oder in der Verwandtschaft. Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen. Informieren Sie umgehend die Polizei unter Notruf 110. Bewahren Sie keine großen Geldbeträge zu Hause auf.