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| 01:02 Uhr

Besondere Porträts und Landschaften werden im Schloss Lübben gezeigt

Eröffnet wurde am Freitag die neue Sonderausstellung des Lübbener Museums, die Werke der Malerin Bianca Commichau-Lippisch (1890 bis 1920) präsentiert.
Eröffnet wurde am Freitag die neue Sonderausstellung des Lübbener Museums, die Werke der Malerin Bianca Commichau-Lippisch (1890 bis 1920) präsentiert. FOTO: Roland Hottas
Lübben.. Mehr als 110 Zeichnungen, Gemälde und Bilder in verschiedenen Techniken aus der Hand von Bianca Commichau-Lippisch sind in der neuen Sonderausstellung des Stadt- und Regionalmuseums Lübben zu sehen. Roland Hottas

Die Werke der Malerin, die viele Jahre in Straupitz und Jamlitz lebte und arbeitete, präsentieren eine Sicht auf Personen und Dinge vergangener Tage.
Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag waren viele Kunstfreunde aus der Lieberoser und Lübbener Region gekommen. Die Künstlerin war nach ihren Studien ab 1920 in Jamlitz im Projekt der „Kunstgewerblichen Werkstätten“ aktiv und ab 1921 auf dem Rittergut Straupitz als Frau des Gutsinspektors Alfred Commichau zu Hause.
Bei der Eröffnung waren viele Verwandte erfreut darüber, dass der Künstlerin mit einer großen Ausstellung gedacht wird. Bilder von ihr waren zuletzt 1950 in einer Präsentation im Wappensaal zu sehen gewesen.
Museumsdirektorin Christina Orphal dankte besonders der Familie der Malerin für das zahlenmäßig große Angebot von Werken, aus dem ausgewählt werden durfte. In Anwesenheit der Töchter der Künstlerin, Margot Krebs und Silvia Krüger, würdigte der Geschäftsführer der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH Lübben Jürgen Höhn, die Präsentation als eine Ausstellung, die sehr persönlich anrühre. Christina Orphal dankte für die zahlreichen Leihgaben, mit denen die Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks von Bianca Commichau-Lippisch verdeutlicht werde. Bleistiftskizzen, Studien, Porträts, Landschaftsbilder (besonders aus den Gegenden um Straupitz und Lieberose), Werke in Öl oder Kohle rührten die Betrachter noch heute an. Die Schau rücke die in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhun derts stark beachtete Künstlerin für die Kunstfreunde von heute wieder in ein interessantes Licht.
Zwei Enkel der Künstlerin, Matthias Krebs und Anette Krüger, machten die Eröffnungsgäste auf Feinheiten und Details in der Aussage der Werke aufmerksam und zeigten anhand der Bilder die künstlerische Entwicklung der Malerin und Grafikerin. Ist das „Kinderbild“ von 1931 beispielsweise noch scheinbar mit leichter Hand gemalt und in hellen Farben optisch auffallend, so kommt das Bild von der Fließlandschaft nahe des Straupitzer Schlosses mit seinem satten Grün und der arbeitenden Bäuerin üppig daher. Anrührend sind die vielen fein beobachteten und fast ziseliert gezeichneten Porträts aus der Familie. Eine ganze Ausstellungswand bietet Landschaftsansichten aus Lieberose und Umgebung, aus Straupitz, aber auch kleinere Blumenmotive.
Empfehlenswert ist es, sich Zeit, Muße und Freude am Detail mitzubringen. Vielleicht auch ein bisschen Ortskenntnis aus dem Spreewald und dem Lieberoser Raum, um vieles für sich zu entdecken. Das Team um Museumschefin Christina Orphal darf sich über das Lob der Eröffnungsgäste freuen und auf viele Besucher hoffen. (-ds/dh)
Die Ausstellung „Bianca Commichau-Lippisch - Landschaften und Porträts“ im Museum Schloss Lübben ist bis zum 7. Mai während der Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen: bis zum 31. März mittwochs bis freitags von 10 bis 16 Uhr sowie am Wochenende zwischen 13 und 17 Uhr; ab 1. April dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.