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| 17:36 Uhr

Forderung der Stadtfraktion
Bereitschaftsdienst kostet, ist aber Thema

 Nach dem Brand in der Schillerstraße sind die Renovierungsarbeiten im Gang. Und nicht nur das.
Nach dem Brand in der Schillerstraße sind die Renovierungsarbeiten im Gang. Und nicht nur das. FOTO: LR / Liesa Hellmann
Lübben. Nach Kritik nach dem Wohnhausbrand: Lübben wird möglicherweise Pilotkommune im Landkreis. Von Andreas Staindl

Der Wohnungsbrand mit tödlichem Ausgang und zahlreichen evakuierten Bewohnern kürzlich in der Schillerstraße in Lübben hat die Stadtverwaltung in Bewegung gebracht. Diskutiert wird vor allen ihre Erreichbarkeit.

Peter Schneider (Die Stadtfraktion) hatte kritisiert, dass der Bürgermeister Lars Kolan (SPD) über seine private Handynummer von einem Feuerwehrmann über den Brand informiert worden sei (die RUNDSCHAU berichtete). Für den Stadtverordneten reicht das nicht aus. Er fordert einen Bereitschaftsdienst.

„Es muss unser Anspruch sein, dass ein Fachmann der Verwaltung jederzeit erreichbar ist“, wiederholte Peter Schneider seine Forderung während der Stadtverordnetensitzung kürzlich. „Lars Kolan teilt diese Auffassung: „Wir müssen diese Struktur vorhalten, egal was sie kostet.“

Der Verwaltungschef geht von einer dreistelligen Summe pro Monat aus und kündigt an: „Wir werden uns Gedanken machen, wie wir das künftig regeln.“

Er informierte zudem darüber, dass sich auch der Landkreis Dahme-Spreewald mit dem Thema „Erreichbarkeit von Verantwortlichen“ beschäftigt: „Der Kreis fragt derzeit alle Kommunen ab, wie sie die Problematik geregelt haben.“ Ihm zufolge sollen neue Wege getestet werden. „Wir überlegen, ob Lübben Pilotkommune für den Landkreis werden soll“, sagt der Bürgermeister.

Christoph Kindler (Die Stadtfraktion) geht es „weniger um fachliche Unterstützung aus dem Rathaus, sondern vielmehr um die Verantwortung, die ein Bürgermeister oder andere Führungskräfte der Stadt haben. Wenn sie während eines Unglücks vor Ort sind, kommt das bei den Bürgern gut an. „In meinen bisher vier Jahren als Bürgermeister war ich bei brenzligen Ereignissen immer vor Ort“, sagte Lars Kolan.