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| 19:04 Uhr

Belästigung an der Spreelagune in Lübben
Bürgermeister geht von Einzelfall aus und verurteilt Vorfall

Lübben. Der Bürgermeister der Stadt Lübben und die Migrationsbeauftragte Landkreis Dahme-Spreewald haben den Übergriff auf mehrere Frauen in der Spreewaldstadt verurteilt. Dabei war auch ein Polizist verletzt worden.

Es sei der erste derartige Vorfall seit Langem, von dem die Stadtverwaltung Kenntnis habe, ordnet Bürgermeister Lars Kolan (SPD) ein. „Daher dürfte es sich um einen bedauerlichen Einzelfall handeln. Wir gehen davon aus, dass die Straftaten entsprechend geahndet werden und wünschen den beziehungsweise dem Verletzten gute und schnelle Genesung“, sagt er auf LR-Nachfrage. „Grundsätzlich sind wir, was die Bestreifung der SpreeLagune angeht, mit der Polizei in engem Kontakt – vor allem wegen des Vandalismus‘ vergangenes Jahr.“

Erst Tags zuvor hatte eine Beratung der Stadtverwaltung mit der Migrationsbeauftragten des Landkreises Antje Pretky stattgefunden. Vorfälle dieser Art seien in der Region sehr selten, schätzt sie übereinstimmend mit der Polizei ein. „Lübben ist sonst wirklich ruhig, und die Integration verläuft gut“, verweist sie auf viele positive Beispiele.

Dennoch sei solches Verhalten „in keiner Weise gutzuheißen. Man muss zeigen, dass solches Verhalten Konsequenzen hat.“ Komme es im Ergebnis der Ermittlungen zur Verurteilung, „wird es sicherlich so sein, dass abgeschoben wird“.

Wie die Polizei berichtet hatte, soll es den schweren Vorfall sexueller Belästung und einen tätlichen Übergriff  gegen einen Polizeibeamten an der Lübbener Spreelagune gegeben haben.

Demnach waren kurz nach Mitternacht am Mittwoch drei Frauen nahe der Spreelagune mit Fahrrädern unterwegs. Dort seien sie von zwei Männern angesprochen worden. Unvermittelt habe ein 19 Jahre alter Asylbewerber aus Afghanistan an den Kopf einer der Frauen gegriffen und ihr einen Kuss aufgezwungen, heißt es im Polizeibericht. Eine andere sei dazwischen gegangen, jedoch von dem zweiten Mann gewürgt und weggezogen worden. Erst ein Tritt der Frau gegen den Angreifer habe das Ganze beendet, und die Frauen konnten sich entfernen.

Die alarmierten Beamten hätten die Tatverdächtigen gestellt, wobei der 25-jährige Verdächtige einen von ihnen angriff und auf ihn einschlug. Dabei sei dieser verletzt worden. Die Asylbewerber hätten unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden und seien in Gewahrsam genommen worden. Nun laufen die Beweissicherung und weitere Ermittlungen.

(is)