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Weihnachtsmarkt
Beim Weihnachtsmarkt werden Erinnerungen wach

Die vier Mädchen schienen Spaß an der Arbeit mit Pinsel und Farben beim Straupitzer Weihnachtsmarkt zu haben.
Die vier Mädchen schienen Spaß an der Arbeit mit Pinsel und Farben beim Straupitzer Weihnachtsmarkt zu haben. FOTO: Jürgen Harnath
Straupitz. Düsseldorfer besucht Straupitz und denkt an Sportmeisterschaft zurück. Organisatoren präsentieren kleines, feines Angebot.

Joachim Noack (70) aus Düsseldorf hat gemeinsam mit seiner Mutter Johanna (90) den Straupitzer Weihnachtsmarkt besucht. Kein Wunder: Er ist regelmäßig in der Adventszeit bei ihr. Denn Joachim Noack ist gebürtiger Byhleguhrer.

„Ich bin mit Gerd Mörl zur Schule gegangen. Mit ihm zusammen habe ich 1960 an der Kreismeisterschaft im Hochsprung teilgenommen. Ich  wurde leider mit 1,35 Metern nur Dritter. Gewonnen hat wieder einmal Gerd, mit 1,45 Metern“, erzählt Joachim Noack schmunzelnd.

Den Straupitzer Weihnachtsmarkt lobt er: „überschaubar, gemütlich und jeder kennt jeden. Hier fühlt man sich einfach wohl. Bei mir zu Hause überwiegt bei den Weihnachtsmärkten der Kommerz und vieles hat nichts mehr mit Weihnachten zu tun.“

Die Organisatoren des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins um Vereinschefin Bärbel Scherbatzki hatten mit Engagement wieder einen kleinen, aber feinen Markt organisiert. Rund ein Dutzend Stände lockten zwischen Amtsgebäude, Speicher und Kahnabfahrt zahlreiche Besucher zum Stöbern und Kaufen.

In den weihnachtlich geschmückten Ständen wurden vorwiegend kunstgewerbliche Dinge angeboten, aber unter anderem auch Kosmetik, Bücher und wunderschöne Wandkalender waren zu finden. Selbst Textilien aus nepalesischer Yak Wolle waren im Angebot.

Für die richtige musikalische Einstimmung auf die Weihnachtszeit sorgten die Kreismusikschule Lübben und das Straupitzer Gesangstrio. Um das leibliche Wohl kümmerten sich die Straupitzer Spinte-Frauen, die Plins-Frauen und Gastwirt Klaus Harmuth. Für die Kleinsten war ebenso gesorgt. Sie konnten mit dem Pony reiten, mit einem Kremser ausfahren oder mit der Weihnachtsfrau in der Weihnachtswerkstatt kleine Geschenke basteln.

Der Förderverein des Kornspeichers hatte sich auch wieder etwas Besonderes einfallen lassen. „Wir haben die Straupitzer aufgefordert, weihnachtlichen Türschmuck für einen Wettbewerb einzureichen“, so Vorstandsmitglied Christine Montag. Über die Sieger entschieden die Besucher per Stimmzettel.

Höhepunkt war das Eintreffen des Weihnachtsmannes. Er kam natürlich mit dem Kahn und verteilte am Hafen Leckereien an die Jüngsten. Anschließend ging es zum Weihnachtsmarkt, wo er, wie es Straupitz Tradition ist, einen großen Stollen anschnitt.