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Bei Krausnick und Schlepzig sind Wölfe beobachtet worden

Auch die Lausitzer Wölfe haben ihren Ursprung in Polen.
Auch die Lausitzer Wölfe haben ihren Ursprung in Polen. FOTO: dpa
Krausnick/Leibsch. Ein Hundebesitzer aus dem Landkreis Dahme-Spreewald hat sich vor einigen Tagen an die Redaktion gewandt. Er berichtete, dass einer seiner drei Mischlingshunde in der Region um Krausnick im Wald getötet worden sei. Ingrid Hoberg

Er sprach von einer "Wolfsattacke in Krausnick mit totgebissenem Hund". Der Halter hatte seine drei Hunde ohne Sichtkontakt frei im Wald laufen lassen - das ist übrigens verboten. Eines der Tiere kam nicht zurück. Die Familie suchte den Hund und fand ihn zwei Tage später tot mit Bisswunden. Seiner E-Mail hatte der Hundebesitzer Fotos beigefügt.

Die RUNDSCHAU richtete eine Anfrage an den Wolfsbeauftragten und Thomas Frey vom Landesamt für Umwelt (LfU) bestätigte, dass der Fall gemeldet worden war. "Die Fotografien allein lassen keine zweifelsfreie Zuordnung des Vorfalls zu", sagt er. Eine Untersuchung habe nicht stattfinden können, weil das Tier bereits vergraben worden war. Letztlich müsse offenbleiben, ob die Tötung des Hundes auf einen Wolf zurückzuführen ist.

Der Hundehalter und seine Familie wollen darauf aufmerksam machen, dass in den Wäldern bei Krausnick/Groß Wasserburg Wölfe unterwegs sind und andere Hundehalter gewarnt sind. Auch Frank Michelchen aus Leibsch weist darauf hin, dass im Bereich Schlepzig und Dürrenhofe ein Wolf gesichtet worden sei. Es hat eine Aufnahme von einer Fotofalle und habe dies auch dem Wolfsbeauftragten gemeldet. Von Förstern und Jägern werden diese Beobachtungen bestätigt.

Ausgeschildert sind die Gebiete nicht. Wie das Lupus Institut für Wolfsmonitoring und -forschung informiert, ist in Deutschland generell damit zu rechnen, dass Wölfe in den Wäldern anzutreffen sind. Dabei kann es sich um durchziehende Tiere oder angesiedelte Rudel handeln.

Wolfshinweise werden entgegengenommen beim Landesamt für Umwelt www.lfu.brandenburg.de/info/wolf und www.lfu.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.3310.de/wolf_zustaendigk.pdf .

Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz: 035772 46762. Darüber hin aus gibt es die Schadenshotline für Rissfunde: 0172 5641700.

Karte der Wolfsgebiete:

www.lfu.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.3310.de/wolf_nachw.pdf