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| 01:40 Uhr

Bedürftige nehmen neuen Standort der Lübbener Tafel gut an

FOTO: 4score
Lübben. Ihre neuen Räume haben die Mitarbeiter der Lübbener Tafel nun besonders im Winter zu schätzen gelernt – und auch die vielen Bedürftigen, die jeden Donnerstag zwischen 10 und 11 Uhr zur Essensausgabe kommen. Michael Schulz

„Bei unserem alten Standort an der Wettiner Straße gab es ja gar keinen Aufenthaltsraum“, sagt Brigitte Huth, Leiterin der Luckauer Tafel, zu der die Lübbener Zweigstelle gehört. „Die Leute mussten draußen in der Kälte stehen.“

Schlechter Zustand
Bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten im August des vergangenen Jahres berichtete sie vom schlechten Zustand des alten Gebäudes: Es habe hineingeregnet und die sanitären Anlagen seien desolat gewesen. „Da wäre es bei den jetzigen Temperaturen für unsere Mitarbeiter ebenfalls äußerst ungemütlich geworden“, so Brigitte Huth.

Doch mit den neuen Räumen ist sie sehr zufrieden, auch wenn die Miete viel teurer ist. „Für die Bretterbude haben wir einst 30 Euro bezahlt, nun sind es 345 Euro“, erzählt sie. „Das lässt sich nur durch die anderen Zweigstellen mitfinanzieren.“ Ein Brief an das Büro des Bürgermeisters mit Bitte um finanzielle Unterstützung sei bisher unbeantwortet geblieben.



Gut angenommen
Am Anfang habe sie sich Sorgen gemacht, ob der neue Standort überhaupt von den Bedürftigen angenommen wird, sagt Brigitte Huth. „In der Nähe der Wettiner Straße wohnen viele Leute, die Breitscheidstraße liegt dagegen eher abgeschieden.“ Aber nach den ersten sechs Monaten in den neuen Räumen könne gesagt werden, „dass uns genauso viele Menschen besuchen wie zuvor“.

Momentan sind vier Personen bei der Lübbener Tafel beschäftigt, die von der Arge vermittelt wurden. Brigitte Huth: „Wir überlegen, unsere Räume zusätzlich für Veranstaltungen wie einem Kaffeenachmittag zu nutzen, aber bei den Überlegungen stehen wir erst am Anfang.“