In Biebersdorf dreht sich ein Baukran auf dem Grundstück der Kita „Sonnenkäfer“. Wie Bürgermeisterin Annett Lehmann (parteilos) in der jüngsten Gemeindevertreterversammlung berichtet, wurde Ende April der Rohbau beauftragt. Die Firma begann mit dem Abriss und der Entsorgung des Nebengebäudes. Die folgenden Wochen – in denen die Kita wegen der Corona-Pandemie geschlossen blieb – nutzte der Baubetrieb, um die lärmintensiven Arbeiten abzuschließen, so Lehmann. Ende Juni konnte die Bodenplatte gegossen werden und seitdem läuft der Rohbau. Im Altbestand werden seit Juni auch wieder Kinder betreut. „Sie können ähnlich wie beim Umbau der Kita in Pretschen die Bauarbeiten mitverfolgen“, sagt die Bürgermeisterin. „Unser Ziel ist es Ende Juli richten zu können“, so Lehmann. Bis zum Jahresende soll der Neubau fertig sein, damit im Januar die Arbeiten im Bestandsgebäude beginnen können.
Die Gemeindevertreter legten der Verwaltung keine Steine in den Weg. In der jüngsten Sitzung stimmte eine klare Mehrheit, bei Enthaltung von zwei Abgeordneten der CDU und einem der AfD, der Auftragsvergabe an sieben Fachfirmen zu. Die Unternehmen kommen aus der Region und werden vom Dach über Fenster und Türen, Trockenbau und Akustik, Fliesenlege-, Maler- und Bodenbelagsarbeiten bis hin zu Elektroinstallation und Heizung, Lüftung, Sanitär die Kita-Räume bauen.
Christine Exler (Initiative Zukunft) mahnte an, dass dieser Maßstab auch für sämtliche weitere Sanierungen in Groß Leuthen gelten müsse. Reinhard Schulz (CDU) stimmt ihr zu. Er hatte zuvor noch einmal die aus seiner Sicht zu hohen Baukosten von 1,6 Millionen Euro für die Unterbringung von 40 Kita-Kindern kritisiert.