(red/kr) Die Halbjahresbilanz der IG BAU zeigt einen gebremsten Bau-Boom: Zwischen Januar und Juni wurde im Landkreis Dahme-Spreewald der Neubau von 1175 Wohnungen genehmigt. Das sind 16,4 Prozent weniger als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf neueste Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Investitionen von insgesamt 159,3 Millionen Euro planen demnach die Bauherren im Kreis Dahme-Spreewald, um aus den erteilten Genehmigungen neue Wohnungen zu machen. Die IG BAU Südbrandenburg sieht jedoch Luft nach oben. „Viele Sozialwohnungen sind aus der Preisbindung gefallen – und jetzt mit deutlich höherer Miete auf dem Markt. Gegen den Schwund bei Sozialmietwohnungen und gegen den Mangel an bezahlbaren Wohnungen hilft nur eins: bauen, bauen, bauen“, sagt Bezirksvorsitzende Regina Grüneberg.

Erschwert werde das Bauen und Planen allerdings durch fehlendes Personal in den Bauämtern. Nach IG BAU-Angaben sank die Zahl der Beschäftigten in den kommunalen Baubehörden in Brandenburg zwischen 1995 und 2010 um 35 Prozent – zwischen 2011 und 2016 dann noch einmal um weitere sieben Prozent. Das hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden. Danach kamen auf 1000 Einwohner in Brandenburg zuletzt lediglich ein Vollzeit-Beschäftigter in den Bauverwaltungen.