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| 17:44 Uhr

Lübben
Baubehörde genehmigt BER-Ausbauplanung

Landrat Loge (r.) hat unlängst die neue Baugenehmigung an Flughafenchef Lütke-Daldrup übergeben.
Landrat Loge (r.) hat unlängst die neue Baugenehmigung an Flughafenchef Lütke-Daldrup übergeben. FOTO: Günter Wicker/Flughafen Berlin B
Lübben. Grünes Licht für unverwechselbares Terminal T1E. Fertigstellung soll im Oktober 2020 sein. Von red/rdh

Die Bauaufsichtsbehörde das Landkreises Dahme- Spreewald hat die Genehmigung für die Errichtung des Terminals T1E am Flughafen BER erteilt. Landrat Stephan Loge hat dazu kürzlich die Baugenehmigung an Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup überreicht.

Die Flughafengesellschaft plant das Terminal zur Inbetriebnahme des BER im Oktober 2020 fertigzustellen. „Ich wünsche der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH bei der Vergabe der Bauleistungen ein glückliches Händchen“, sagt Landrat Stephan Loge. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Baugenehmigung für das BER-Terminal T2 ist für uns ein wichtiger Meilenstein. Damit wird der BER gemeinsam mit SXF von Beginn an über ausreichende Kapazitäten verfügen. Das optisch ansprechende, aber stark funktional konzipierte Gebäude ist der erste Schritt, den Flughafen flexibel und modular an die zukünftigen Passagierzahlen anzupassen.“

Der Bauantrag für das Terminal wurde am 20. Dezember 2017 bei der Bauaufsichtsbehörde eingereicht und reiht sich nahtlos in die langwierigen Genehmigungsverfahren der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH ein. „Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass für die Erteilung der Baugenehmigung die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden mussten“, teilt die Pressestelle des Landkreises mit. Der erforderliche Bescheid zur Änderung des Planfeststellungsbeschlusses konnte durch die zuständige Landesbehörde erst vor rund 14 Tagen erteilt werden.

Mit der Errichtung des Terminal T1E wird ein erster Schritt getan, um nach der Eröffnung des Flughafens BER die stetig steigenden Passagierzahlen abfertigen zu können. Das Gebäude wird südlich des Pier Nord entstehen und vorwiegend durch die immer präsenter werdenden Low-Cost-Airlines genutzt werden. Hierbei handelt es sich um ein so genanntes Prozessorgebäude, dass die notwendige Infrastruktur für die Abfertigung von sechs Millionen Passagieren im Jahr für die Gates im Pier Nord sicherstellt. Es wird neben dem Check-In, die erforderlichen Sicherheitskontrollen, die Gepäckverarbeitung sowie einen kleinen Retailbereich beinhalten und über zwei Brücken mit dem Pier Nord verbunden sein.

Das Gebäude ist rund 240 Meter  lang und etwa 40 Meter breit. Die Gestaltung ist eine zwangsläufige Antwort auf die örtlichen, wirtschaftlichen und terminlichen Rahmenbedingungen, die an das multifunktionale Gebäude gestellt werden. Vor allem die erforderlichen Termin- und Kostenvorgaben bedingen einen sehr einfachen und rationalen Gestaltungsansatz. Das auf die Funktionalität für Low-Cost Carrier ausgelegte Terminal wird einen ausgeprägten unverwechselbaren Charakter bekommen, der im Kontrast zu den bestehenden Terminals steht.