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Bahnhofstraße wird weiter ausgebaut

Das ist noch kein Knöllchen hinterm Scheibenwischer – gestern sind vom Lübbener Ordnungsamt erst einmal Informationsblätter verteilt worden, dass ab heute das Parken in der Bahnhofstraße ab dem Fußgängerüberweg in Richtung Stadt nicht mehr erlaubt ist. Diese Regelung gilt bis zum 20. Oktober, weil die Straße als Umleitungsstrecke während der Sperrung der Berliner Straße gilt.
Das ist noch kein Knöllchen hinterm Scheibenwischer – gestern sind vom Lübbener Ordnungsamt erst einmal Informationsblätter verteilt worden, dass ab heute das Parken in der Bahnhofstraße ab dem Fußgängerüberweg in Richtung Stadt nicht mehr erlaubt ist. Diese Regelung gilt bis zum 20. Oktober, weil die Straße als Umleitungsstrecke während der Sperrung der Berliner Straße gilt. FOTO: Ingrid Hoberg
Lübben. Der zweite Abschnitt der Lübbener Bahnhofstraße soll ab April 2017 gebaut werden. Im Hauptausschuss ist angeregt worden, die geplanten Ersatzpflanzungen mit Linden nochmals zu überprüfen, da diese einen hohen Aufwand bei der Pflege und der Straßenreinigung erfordern würden. Ingrid Hoberg

Der zusätzliche Verkehr am Dienstag am Lübbener Bahnhof ist ein kleiner Vorgeschmack gewesen, wie es während der Bauarbeiten in der Bahnhofstraße dann im nächsten Jahr in der Innenstadt zugehen könnte. In dieser Woche werden in der Wassergasse und in der Gartengasse im Auftrag der Stadtentwässerung Lübben (SEL) die Schmutzwasserkanäle von einer Spezialfirma gereinigt. Gleichzeitig passt der Landesbetrieb Straßenwesen die Kanaldeckel an die Höhe der Fahrbahndecke an. Deshalb ist die Berliner Straße dort im Einfahrtsbereich gesperrt. Die Bahnhofstraße ist Umleitungsstrecke. Aus diesem Grund ist ein Halteverbot ab dem Fußgängerüberweg am Bahnhofsvorplatz bis Hainmühlenweg ausgeschildert. Das Ordnungsamt der Stadt verweist darauf, dass in dieser Zeit auf der Brachfläche am Bahnhof geparkt werden darf.

In Vorbereitung auf die weitere Sanierung der Bahnhofstraße im zweiten Abschnitt hat der Hauptausschuss am Montagabend die Planungsleistungen sowie die Bauüberwachung mit einer Summe von rund 70 000 Euro vergeben. Den Zuschlag erhielt das Luckauer Büro Voigt Ingenieure, das bereits zuvor bei Verkehrsplanungsarbeiten in der Bahnhofstraße tätig geworden ist. "Das Büro Voigt hat sich bisher bei allen Vorhaben … hinsichtlich Kompetenz und Zuverlässigkeit bewährt", heißt es in der von der Stadtverwaltung erarbeiteten Beschlussvorlage.

Wie Bauamtsleiter Frank Neumann erläuterte, gab es sieben Varianten, die im Bauausschuss diskutiert wurden. Die Entscheidung fiel für den Vorschlag mit den meisten Bäumen und den wenigsten Parkplätzen am Straßenrand. Dieser wurde auch mit den Naturschutzbehörden abgestimmt. Nach einem Gutachten zur Vitalität der vorhandenen 64 Bäume sollen diese weggenommen und dann 69 Linden neu gepflanzt werden.

Kritische Anmerkungen dazu und zur Verringerung der Parkmöglichkeiten auf der Straße gab es von Peter Rogalla (Linke) und Peter Schneider (Stadtfraktion). Sie verwiesen auf den hohen Reinigungsaufwand für Anwohner und den in späteren Jahren erforderlichen Rückschnitt. Es sollten Alternativen zu den Linden geprüft werden.

Der Plan sieht gegenwärtig 14 Parkflächen vor, die für Kunden von Geschäften genutzt werden könnten. Es wurde geschätzt, dass gegenwärtig bis zu 60 Fahrzeuge am Straßenrand stehen. Zwei Parkplätze nördlich des Bahnhofs stünden den Bahnreisenden zur Verfügung, so Neumann. Er verwies darauf, dass bei erheblichen Änderungen der Planung bei Bäumen und Parkplätzen neue Genehmigungen notwendig werden. Wie eine Bahnhofstraße ohne Parktaschen und mit Bäumen am Rand wirkt, sei in Lübbenau zu überprüfen.

Für diesen Teil Gesamtmaßnahme "Ausbau der Bahnhofstraße", der Lückenschließung zur Parkstraße, sind im Haushalt 2016 sowie 2017 jeweils rund 500 000 Euro eingeplant. Fördermittel-Anträge sind gestellt, so Bauamtsleiter Neumann. Anfang 2017 sie die Bewilligung zu erwarten.