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| 17:36 Uhr

Neugestaltung Bahnhofsumfeld
Parkplätze am Bahnhof: Im Herbst könnte unterschrieben werden

 Blick auf die Westseite des Bahnhofs. Unter diesen Gleisen soll ab 2023 ein Tunnel durchführen, der ihn mit dem Parkplatz verbindet. Damit soll die Stellplatznot am Bahnhof langfristig gelöst werden.
Blick auf die Westseite des Bahnhofs. Unter diesen Gleisen soll ab 2023 ein Tunnel durchführen, der ihn mit dem Parkplatz verbindet. Damit soll die Stellplatznot am Bahnhof langfristig gelöst werden. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Noch sieht man nichts, doch hinter den Kulissen ist die Stadtverwaltung beim Bahnhofsumfeld ein ganzes Stück weitergekommen. Die Neugestaltung wird Lübben nochmals spürbar verändern. Von Ingvil Schirling

Parkplätze sind nach wie vor ein Thema rund um den Lübbener Bahnhof. Wer pendelt, muss früh fahren – andernfalls droht eine Suche in Hektik. Radfahrer kennen die Abstellfrage ebenso, können sich nur etwas leichter behelfen. Fakt ist: Die Flächen reichen hinten und vorne nicht.

Daher ist nun schon einige Zeit in Planung, die schmale, dreieckige Pflasterfläche an der Westseite, hinter den Gleisen, in Richtung Majoransheide als Parkplatz zu nutzen. Und da hat die Verwaltung nun ein konkretes Ziel vor Augen.

Es heißt Oktober 2019 und beinhaltet Tinte sowie fertig ausgehandelte Verträge. Im Herbst soll der Kaufvertrag über diese Flächen unterschrieben werden. Im Moment gehören sie noch der Deutschen Bahn.

Kauf abzüglich Aussparung

Sicher ist: Die Stadt darf kaufen, bestätigt Bauamtsleiter Frank Neumann. Allerdings abzüglich einer kleinen Aussparung. „Der Funkmast bleibt stehen“, bezieht er sich auf den Bereich der Trafostation. Grund ist, dass dort viele Leitungen liegen und diese für die Bahn gesichert bleiben sollen.

Aktuell laufen die Vermessungen. „Die Pläne werden im August erwartet“, heißt es aus der Verwaltung weiter. Mit sechs bis sieben Punkten soll eine Baugrunduntersuchung durchgeführt werden.

Im Oktober soll ebenso der Realisierungs- und Finanzierungsvertrag mit der DB Stadtion&Service GmbH abgeschlossen werden. Im Anschluss kann der Förderantrag eingereicht werden, der – so die Hoffnung – im Frühjahr 2020 beschieden wird, wenn die Leistungsphase 3 vorliegt. Vorgespräche gibt es schon.

Projekt teilt sich im Herbst

Bis Herbst wird noch gemeinsam geplant. Ab dann teilt sich das Großprojekt: Die DB kümmert sich um den Tunnel samt Treppe und Aufzug. Die Stadt führt die Treppe weiter, legt an der Westseite die Parkplätze sowie Bushaltestellen an.

Wenn Letzteres fertiggestellt ist – was nach aktuellem Wissensstand im Juni 2022 sein wird –, werden sich voraussichtlich auch der Zugang zum Bahnhof und damit die Verkehrsflüsse verändern. Wer westlich des Bahnhofs parken möchte, soll möglichst gleich über die Majoransheide einschwenken. Genutzt wird das sicherlich auch in Abhängigkeit von der Fertigstellung der Unterführung. Über die Ertüchtigung der Straße zur Majoransheide, derzeit recht schmal, macht sich die Verwaltung Neumann zufolge bereits Gedanken. „Wir sind dabei, Gespräche zu führen und Flächen aufzukaufen.“ Planungsrechtlich sei die Erweiterung gesichert.

Dazu kommt die Aufwertung der Ostseite, die jetzt zur Parkstraße hinzeigt. Bis Herbst 2020 sollen die Bushaltestellen überdacht werden. Die Umnutzung der verglasten Wartehalle als Sammelschließanlage für Fahrräder ist noch in Arbeit.

 Bis zur früheren Güterkasse erstreckt sich die langgezogene, dreieckige Fläche, die perspektivisch zum Parkplatz werden soll.
Bis zur früheren Güterkasse erstreckt sich die langgezogene, dreieckige Fläche, die perspektivisch zum Parkplatz werden soll. FOTO: LR / Ingvil Schirling