Ein Badeverbot gibt es für diese Saison in der Lübbener Spreelagune. Bürgermeister Lars Kolan (SPD) informierte darüber am Montag die Stadtverordneten. Die Anordnung sei der Stadt vom Gesundheitsamt des Landkreises mitgeteilt worden.

Grund dafür sind erhöhte Konzentrationen von Kolibakterien. Demnach wurde im Rahmen der 14-tägigen Messung im vergangenen Jahr an einem Tag Ende Juli 34 000 Einheiten des Bakteriums Escherichia-coli in 100 Milliliter Wasser gefunden. Die Nachkontrolle ergab zwei Tage später 212 Einheiten pro 100 Milliliter und lag wieder im Normbereich. Die Bakterien stammen laut Analyse von Wiederkäuern, zu denen neben Rindern auch Rehe und Hirsche gehören.

Zur Beurteilung der Badestelle werden die Messergebnisse der zurückliegenden vier Jahre einbezogen, teilt das Gesundheitsamt des Landkreises mit. Dies habe zur Folge, dass die Spreelagune als Badestelle vom brandenburgischen Ministerium für Verbraucherschutz mit „mangelhaft“ bewertet wird und ein Badeverbot erlassen werden muss, so Kolan. Entsprechende Hinweisschilder für die Badegäste würden vor Saisonbeginn aufgestellt. Die Stadt will nun Lösungen erarbeiten, um dauerhaft die Badequalität in der Spreelagune zu gewährleisten, kündigt der Bürgermeister an.

An der direkt an der Hauptspree gelegenen Jägerbadestelle gab es keine auffälligen Werte. Das Wasser dort hat eine gute Qualität, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Lübben.