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| 02:44 Uhr

Babys planschen im Dahmer Freibad nicht mehr kostenlos

Modern und einladend ist das Dahmer Bad nach der Sanierung geworden. Das hat seinen Preis.
Modern und einladend ist das Dahmer Bad nach der Sanierung geworden. Das hat seinen Preis. FOTO: be
Dahme. Abtauchen ins kühle Nass wird in den Freibädern von Dahme und Wahlsdorf teurer. Die Stadtverordneten haben mehrheitlich mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung neue Entgelte beschlossen. Carmen Berg

Für Kleinkinder bis sechs Jahre verdoppeln sich die Kosten von 50 Cent auf einen Euro. Auch für Babys unter einem Jahr, die bislang kostenfrei ins Bad durften, wird dieser Obolus fällig. "Gebrauchte Windeln bleiben als Müll im Bad und verursachen Kosten", nannte Amtsleiterin Christina Denkel einen Grund. "Ich finde es nicht gut, wenn wir über die Kleinsten Geld einspielen wollen", kritisierte Jörg-Martin Bächmann (Die Linke). Jörg-Uwe Lehmann (Freie Wähler) sagte: "Ich bin dagegen, durch Preissteigerungen für Kinder Familien noch stärker zu belasten." Bürgermeister Thomas Willweber (Freie Wähler) entgegnete, dass für Sieben- bis 17-Jährige die Tageskarte mit 1,50 Euro stabil bleibt. Erwachsene zahlen wie bisher fürs Tagesticket drei Euro.

Neu eingeführte Zehnerkarten für Unter-Sechs-Jährige kosten sieben Euro. Sieben- bis 17-Jährige zahlen für die Zehnerkarte zwölf statt bisher zehn Euro, Erwachsene 20 statt 16 Euro.

Die Zehnerkarten sollen nicht mehr personengebunden sein. Geschwisterkinder beispielsweise können eine Karte gemeinsam aufbrauchen. Die Badverordnung wird entsprechend verändert. Die Stadtverordneten reagierten damit auf Debatten im Fachausschuss für freiwillige Einrichtungen. Bei einer personengebundenen Nutzung sei die Karte gerade in durchwachsenen Sommern weniger attraktiv, hatte Susanne Boy (Landleben) dort zu bedenken gegeben.

Für Wasserratten, die täglich Schwimmen kommen, ist eine neue Saisonkarte gedacht. Beim Preis von 80 Euro folgten die Stadtverordneten dem Vorschlag aus dem Fachausschuss. Für ermäßigte Abendkarten, ab zwei Stunden vor Schließung, werden zwei Euro statt 1,50 Euro fällig.

Beide Freibäder seien auf modernen Standard gebracht worden, Einsparungen beim Verbrauch würden durch höhere Preise für Energie und Chemikalien wieder aufgesaugt, rechtfertigte das Rathaus die veränderten Ticketpreise. Bürgermeister Thomas Willweber (Freie Wähler) sagte: "Dahme hat ein Haushaltsloch. Wir müssen froh sein, dass wir die Freibäder saniert haben und weiter so erhalten können Laut Verwaltung bezuschusst die Stadt die Bäder mit 68 000 Euro im Jahr.