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| 17:05 Uhr

LR vor Ort
B 87: Damit das „B“ nicht mehr für Bremse steht

Im Zeichen des Baggers: Die "LR vor Ort"-Veranstaltung in Lübben führte die rund 15 Besucher am Dienstag zur B 87-Baustelle.
Im Zeichen des Baggers: Die "LR vor Ort"-Veranstaltung in Lübben führte die rund 15 Besucher am Dienstag zur B 87-Baustelle. FOTO: LR / Steven Wiesner
Lübben. „LR vor Ort“: Stadtverwalter und -planer stellen ihre B 87-Visionen bei einer Baustellenbesichtigung vor. Von Steven Wiesner

Ein gutes Dutzend Menschen ist am Dienstagnachmittag der Einladung zur Baustellenbesichtigung an der B 87 gefolgt. Die Großbaustelle am Houwald-Damm in Lübben ist seit Wochen das Thema Nummer eins in der Stadt, und deshalb beschäftigte sich auch die letzte Lübbener „LR vor Ort“-Veranstaltung in diesem Kalenderjahr mit eben jenem Bauprojekt.

Die B 87 ist wahrscheinlich eine der spannendsten Herausforderungen, die Lübben für Stadtplaner bereithalten kann. Für den hier beauftragten Architekten und Stadtplaner Christoph Dieck ist sie nicht einfach nur ein paar hundert Meter Asphalt, sondern „ein Teil des Stadtlebens“. Er führte aus: „Die B 87 ist ein ganz entscheidender Faktor bei der Verbindung von Innenstadt und Schlossinsel. Bis jetzt war die Straße aber eher eine Bremse für Fußgänger und Radfahrer, die die Straße queren wollten.“ Zwei Mittelinseln zwischen Kreisverkehr und Landratsamt sollen minutenlange Wartezeiten am Bordstein nun vergessen machen. Damit das „B“ in B 87 nicht mehr für Bremse, sondern wieder mehr für Bundesstraße steht.

Doch der Weg hin zu dieser Vision ist beschwerlich. Steffen Bergmann vom Sachgebiet Tiefbau erklärte den Besuchern, welche Probleme und Hindernisse ein Projekt von diesem Ausmaß mit sich bringt und warum sich gerade die unterirdischen Arbeiten mit den Medien Wasser, Abwasser, Gas und Strom in die Länge ziehen können. „Trotzdem sollen die derzeitigen Vorkehrungen bis März 2019 getroffen und der erste Bauabschnitt im Mai beendet sein“, verkündete Bergmann. „Und wir liegen auch noch gut in der Zeit.“

Auch Dörthe Ziemer war als Pressesprecherin der Stadt vor Ort und stellte die Öffentlichkeitsarbeit während des Bauvorhabens vor. „Wir haben insgesamt 5000 Euro in die Hand genommen für Flyer und andere Informationskanäle. Das gab es noch nie.“ Ein Zeichen dafür, wie wichtig der Verwaltung die Transparenz ist bei der B 87-Großbaustelle.

Zuguterletzt richtete Frank Neumann als Fachbereichsleiter Bau und stellvertretender Bürgermeister den Blick schon mal auf die weiteren Bauabschnitte entlang der Kupka und Frankfurter Straße, die durch die Brücke am Mühlendamm und die Bogenbrücke noch viel mehr Spannungspotenzial bieten. Der trockene Kommentar vom Kreistagsvorsitzenden Martin WIlle (SPD) dazu: „Da ist der erste Bauabschnitt ja nur zum Warmwerden.“ Aber das kann bestimmt bei einem nächsten „LR vor Ort“ ergründet werden ...