Von Andreas Staindl

Der Oberspreewald hat viel zu bieten. Sehenswürdigkeiten locken. Historisches fasziniert. Veranstaltungen begeistern. „Wir sind sehr gut aufgestellt“, sagt Bärbel Scherbatzki. „Es gibt so viele engagierte Akteure, die unsere Region hervorragend präsentieren.“ Die Vorsitzende des Heimat- und Fremdenverkehrsvereins in Straupitz (Lieberose-Oberspreewald) ist selbst eine dieser guten Seelen. Gemeinsam mit Mitstreitern wirbt sie während der Grünen Woche für den Oberspreewald.

„Die Messe ist eine gute Möglichkeit, unsere Region bekannter zu machen und zu zeigen, dass auch kleine Orte abseits der großen Touristenzentren einiges zu bieten haben.“ Sie will gemeinsam mit der Straupitzer Leinölfee Yvonne Schulz und mit dem Kahnfährmann Dirk Jerol-Ebenau aus Neu Zauche darauf aufmerksam machen. Auch die Trachtengruppe und die Seilakrobaten aus Straupitz präsentieren sich während des Spreewaldtags am 20. Januar in der Brandenburg-Halle und werben für den Oberspreewald.

Lisa Drogelin von der Tourismus-Entwicklungsgesellschaft (TEG) Lieberose/Oberspreewald mbH koordiniert den Auftritt der Spreewälder, die das Programm gemeinsam mit Akteuren aus Peitz sowie Unternehmen der Region gestalten. „Wir wollen mit unseren Schmuckstücken, aber auch mit der Ruhe und der Natur bei uns punkten“, sagt sie. „Kahnfahrten durch den Hochwald beispielsweise sind etwas ganz Besonderes. Wir wollen Gäste dafür, aber auch für unsere vielen anderen attraktiven Angebote begeistern.“

Die Kultur-Meile in Straupitz ist einer dieser Schmuckstücke. Zwischen Schloss, Kornspeicher, Kirche und Mühle gibt es so vieles zu entdecken. Auch die Kahnabfahrt und der angrenzende Park mit seinen sanierten Brücken sind sehenswert. In Neu Zauche gehören etwa die Kerzenmanufaktur, die Heimatstube sowie die evangelische Kirche zu den Orten mit besonderem Charme. Auch Alt Zauche lädt ein, auf Entdeckungsreise zu gehen.

„Wir haben Spannendes für einen mehrtägigen Aufenthalt zu bieten“, sagt Bärbel Scherbatzki. „Wer einmal bei uns war, kommt immer wieder. Die Grüne Woche bietet uns die Chance, neue Gäste für unsere Region zu begeistern.“ Die Vereinschefin setzt dabei auf „sanften Tourismus“, auf Tradition und Brauchtum. „Die Fastnacht etwa lockt immer wieder Besucher von außerhalb. Trachten wie sie etwa in Neu Zauche zu sehen sind, machen neugierig. Sie sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit.“

Trachten aus dem Spreewald werden auch während der Grünen Woche in Berlin zu sehen sein. „Ich bin überzeugt, dass die Besucher auch diesmal wieder interessiert nachfragen, einfach neugierig auf unsere Region sind“, sagt Bärbel Scherbatzki. Am 20. Januar von 10.30 bis 12.30 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr wollen sich die Akteure aus dem Oberspreewald auf der Bühne in der Brandenburg-Halle präsentieren. Dann soll es auch einen Ausblick auf das Deutsche Trachtenfest im Mai dieses Jahres in Lübben geben. Angekündigt sind Lübbens Bürgermeister Lars Kolan (SPD) sowie Marlies und Charles Koppehele vom Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverband.

Auch Gäste der bayerischen Partnerregion Chiemsee-Alpenland gestalten das Programm mit. Bärbel Scherbatzki freut sich darauf, gemeinsam mir anderen Akteuren den Besuchern der Grünen Woche viele spannende Angebote zu machen. „Eine bessere Plattform gibt es kaum.“