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Ausbürgerung als Machtinstrument im Dritten Reich

Lübben. Die Wanderausstellung "Menschenschicksale – Die deutsche Staatsangehörigkeit im Dritten Reich" wird am Mittwoch, 27. September, um 17 Uhr im Landratsamt Lübben, Reutergasse 12, eröffnet. red/ho

Im Mittelpunkt der Ausstellung des Bundesverwaltungsamtes stehen Zwangsausbürgerungen, Missbrauch und Instrumentalisierung durch Verwaltung und Recht durch die Nationalsozialisten. Die Ausstellung wurde aus vielen Originaldokumenten zusammengestellt, teilt die Kreisverwaltung mit. Die gezeigten Dokumente und Texte stammen unter anderem aus den durch die Alliierten beschlagnahmten Akten des Reichsinnenministeriums oder allgemein zugänglichen Quellen und sollen den rücksichtslosen Missbrauch des Staatsangehörigkeitsrechts durch die nationalsozialistischen Machthaber aufzeigen. Die gesamte Ausstellung umfasst 45 Bildträger.

Das Bundesverwaltungsamt ist für die Wiedereinbürgerung von im Ausland lebenden ehemaligen Deutschen, denen in der Zeit des Nationalsozialismus die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist und ihren Abkömmlingen zuständig. Aufgrund der täglichen Arbeit wurden die Mitarbeiter mit vielen Einzelschicksalen der Verfolgung konfrontiert. Hieraus entstand dann der Gedanke, diese Thematik mit ihrem sensiblen Inhalt einem breiteren Publikum zu zeigen, heißt es in der Mitteilung der Veranstalter.