ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:12 Uhr

Verkehr
Erneuerung der Bogenbrücke mit zweispuriger Baustraße geplant

Nach den Arbeiten am Houwald-Damm soll die B87 in Lübben entlang der Kupka bis kurz hinter der Bogenbrücke ausgebaut werden. Dazu laufen derzeit die Planungen. Wichtigster Punkt: Auch bei dieser Baustelle soll der Verkehr möglichst zweispurig weiterrollen können.
Nach den Arbeiten am Houwald-Damm soll die B87 in Lübben entlang der Kupka bis kurz hinter der Bogenbrücke ausgebaut werden. Dazu laufen derzeit die Planungen. Wichtigster Punkt: Auch bei dieser Baustelle soll der Verkehr möglichst zweispurig weiterrollen können. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Für weiteren Ausbau der B87 bis vor den Dreilindenweg läuft aktuell die Planung. Von Ingvil Schirling

Die aufwändige Planung für den Ausbau der B87 am Houwalddamm ist gerade abgeschlossen, und der Baubeginn steht an, da geht es mit dem nächsten Abschnitt dieser wichtigen Verkehrstraße schon weiter. Kürzlich hat die Verwaltung vor Abgeordneten den Sachstand zum Anhörungsverfahren für den Bau der „Brücken über den Schutzgraben und Umflutkanal mit Straßenanbindung“ vorgestellt. Werden am Houwald-Damm Leitungen verlegt, zwei Inseln eingebaut und die Straße grundhaft saniert, geht es im folgenden Abschnitt hauptsächlich um den Neubau der beiden Brücken. Der Ausbau des ersten Abschnitts vom Wehr am Houwalddamm bis zur Einmündung Lohmühlengasse fungiert mit seiner zweispurigen Baustraße dabei zumindest teilweise als Blaupause.  Diese soll den Verkehrsfluss deutlich erleichtern.

Nach diesem Muster soll die B 87 entlang der Kupka weiter erneuert werden. Darüber – und über die Knackpunkte – hat die Stadtverwaltung kürzlich im Bauausschuss informiert. Begonnen werden soll, wenn die Arbeiten am Houwald-Damm abgeschlossen sind, also nach derzeitiger Planung frühestens 2019, möglicherweise aber auch erst 2020. Es geht um den anschließenden Abschnitt von der Einmündung Lohmühlengasse über die erste Brücke (Schutzgraben) bis hinter die Bogenbrücke. Weil sie die einzige Spreequerung für größere Fahrzeuge auf weiter Flur ist, gilt sie seit Langem als neuralgischer Punkt.

Nach derzeitiger Erkenntnis, hieß es im Bauausschuss, kann an der Bogenbrücke ein Behelfsbauwerk mit zwei Fahrspuren errichtet werden. Diese Idee ist neu und lehnt sich an die zweispurige Baustraße am Houwald-Damm an. Am Mühlendamm jedoch wird diese Möglichkeit nicht gesehen, berichtete Frank Neumann als Fachbereichsleiter Bauwesen aus den aktuellen Planungen. „Dort reicht der Raum nicht aus, eine Brücke zu bauen und daneben eine zweispurige Behelfsbrücke“, sagte er bedauernd. Als Anregung habe die Stadtverwaltung den beteiligten Behörden – vor allem dem Landesbetrieb Straßenwesen – die Idee vermittelt, den Verkehr in einer Richtung durch die Baustelle und in die andere über die Gubener Straße zu leiten. Über die Lohmühlengasse könnte diese zurück auf die B 87 geführt werden.

Die Enge an der Mühlendammbrücke bedeutet auch, dass der sonst durchgängig drei Meter breite Geh- und Radweg dort schmaler werden muss, berichtete Neumann aus den gegenwärtigen Abwägungen weiter. Diese Anhörung ist Teil des Planverfahrens und stellt Vorstellungen der Stadt denen der Planer gegenüber. Manches ist unstrittig, anderes schwer vereinbar. Darüber muss dann die Abwägungsbehörde entscheiden.

So hätte sich Lübben gewünscht, dass der Geh- und Radweg im Zuge dieses Baus noch 80 Meter über das Ende des Abschnitts hinter der Bogenbrücke hinaus bis zum Dreilindenweg weitergeführt wird, um die Schulwegsituation für Kinder gleich mit zu entspannen. Es sei zwar vorgesehen, perspektivisch an der B87 Richtung Kreuzung Lieberoser Straße weiterzubauen, gebe dafür aber noch keinen offiziellen Planungsauftrag. Somit besteht an diesem Punkt aktuell keine Annäherung.

Ähnlich sieht es bei der Entwässerung aus, die die Stadt in diesem Zuge gerne bis zum Roten Nil weitergeführt hätte. Doch dies „steht im Moment nicht an“, so Neumann zur Gegenargumentation, so dass das Wasser des aktuellen Bauabschnitts auf die Straße und dann ins Vogelschutzgehölz abgeleitet werden soll. Die Stadt bleibe jedoch bei ihren Forderungen, sagte er.

Wunsch sei es zudem gewesen, die Einmündung am Mühlendamm Süd in Richtung Strabag aufzuweiten, damit der Lastverkehr leichter abbiegen kann. Das ist nach gegenwärtiger Planung nur unter Nutzung der Gegenspur möglich, weil die Fahrbahn dort aus Platzgründen schmaler werden soll. Nach dieser Anhörung, die ein Treffen vor Ort einschloss, soll nun weiter geplant werden. Ein bisschen Zeit ist noch, denn zunächst ist der Houwald-Damm dran.