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| 17:48 Uhr

Ausbau B 87
Jetzt kommt ein Teil, den man sieht

 Seit dieser Woche entstehen die sichtbaren, oberirdischen Teile am erneuerten Ernst-von-Houwald-Damm. Der erste Schotter wurde geschüttet.
Seit dieser Woche entstehen die sichtbaren, oberirdischen Teile am erneuerten Ernst-von-Houwald-Damm. Der erste Schotter wurde geschüttet. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Schottern, Pflastern, Borde stellen: Der Ausbau der B 87 am Lübbener Houwald-Damms liegt absolut im Zeitplan. Doch die Durchfahrt muss im Mai erneut gesperrt werden. Von Ingvil Schirling

Diese Woche ist für den Ausbau der B 87 entlang des Lübbener Houwald-Damms ein wichtiger Meilenstein erreicht. „Jetzt beginnen wir mit den Arbeiten, die man sieht“, sagt Steffen Bergmann vom Bauamt der Lübbener Stadtverwaltung, der das Großprojekt federführend betreut.

Der Abschnitt zwischen dem Wehr am Strandcafé und dem Mühlendamm wird grundhaft ausgebaut und erhält dabei zwei Mittelinseln, die die Querung der Bundesstraße erleichtern und die Verbindung zwischen Innenstadt und touristischem Zentrum stärken sollen. 350 Meter ist der Abschnitt lang, auf knapp zwei Millionen Euro werden die reinen Baukosten beziffert. Vergangenen Herbst wurde damit gestartet.

Steffen Bergmann zufolge liegen die Arbeiten voll im Zeitplan. Bisher ging es – im Wortsinne – unterirdisch voran: „Wir haben auf der südlichen Fahrbahnseite alle Medien eingebaut“, erklärt er. Das betreffe Trinkwasser, den Schmutzwasserkanal und teilweise Stromleitungen der Mitnetz. Vergangene Woche „sind wir damit fertig geworden.“

Im Untergrund ist’s immer spannend

Die Arbeiten im Untergrund seien „immer spannend“, schätzt Bergmann ein, weil sie nicht bis in letzte planbar seien. Wie genau die Situation der Leitungen im Boden ist, ob und was für Mauerreste oder andere vergessene Überbleibsel längst vergangener Zeiten möglicherweise gefunden werden, ist kaum vorhersehbar.

Das hatte damals bei der Bahnhofstraße für spürbare Verzögerungen gesorgt. Unter dem Ernst-von-Houwald-Damm hielten sich die Überraschungen hingegen in Grenzen.

Fertig ist nun auch die neue Spundwand, die beginnend auf Höhe des Strandcafés für Stabilität sorgt und den Böschungsbereich sichert. Unterm Strich „hat uns der kurze Winter gut im Zeitplan gelassen“, zieht Steffen Bergmann eine Zwischenbilanz.

Es geht oberirdisch weiter

In dieser Woche wird nun darauf aufgebaut – wieder im wahrsten Sinne des Wortes. Am Montag verteilte ein Bagger auf Höhe des Schlosses den Schotter für die künftige Fahrbahn. Borde setzen, Pflasterarbeiten durchführen, die Mittelinsel halbseitig beginnen, Tragschichten einbauen – diese nächsten Schritte stehen in den kommenden Wochen an. Wie geplant, soll die südliche Fahrbahn noch vor dem Deutschen Trachtenfest fertig werden. Sie dient dann auch als Fluchtweg im Ernstfall für die Menschen, die Veranstaltungen auf der Schlossinsel besuchen. Deshalb wird die Baustraße zwar voraussichtlich vor dem Mega-Event fertiggestellt, wobei Tragschicht, Mattenschutz und Baustraße mehr oder weniger in einem Zuge hergestellt werden sollen.

Umschwenken mit Vollsperrung

Was aber erst nach der Großveranstaltung geschehen wird, ist das „Umschwenken“ der Baustraße – also der Moment, ab dem der Verkehr dann über die neue, geschützte Südfahrbahn fließen wird, damit die nördliche Seite entstehen kann. Für diesen Akt wird voraussichtlich eine weitere Vollsperrung erforderlich sein, schätzt Steffen Bergmann. Ob der Verkehr dann – frühestens ab 20. Mai – ein oder mehrere Tage lang durch das Nadelöhr Innenstadt muss, ist aber noch völlig offen.

 Steffen Bergmann vom Bauamt der Stadtverwaltung Lübben zeigt auf Pläne für den Ausbau des Houwald-Damms.
Steffen Bergmann vom Bauamt der Stadtverwaltung Lübben zeigt auf Pläne für den Ausbau des Houwald-Damms. FOTO: LR / Ingvil Schirling