ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:27 Uhr

Spreecharity in Lübben
Mit Familienfest Spenden sammeln

 Fabian Möbus (l.) und Susan Beastoch bereiten die Veranstaltung „Spreecharity“ vor. Sie findet am Sonnabend vor Ostern auf dem Festplatz Majoransheide statt.
Fabian Möbus (l.) und Susan Beastoch bereiten die Veranstaltung „Spreecharity“ vor. Sie findet am Sonnabend vor Ostern auf dem Festplatz Majoransheide statt. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Zu Gunsten von vier Vereinen lädt Veranstalter des Osterglühens schon nachmittags ein. Von Katrin Kunipatz

Noch in dieser Woche wollen Fabian Möbus und Susan Beastoch die ersten Werbebanner in Lübben aufstellen. „Spreecharity“ heißt die Veranstaltung, bei der sie Geld für vier verschiedene Vereine sammeln wollen, die sich unter anderem für das Wohlergehen von krebskranken Kindern und deren Familien einsetzen.

Ihren Ursprung hat die Idee im Leben des 36-jährigen Fabian Möbus, der in Kuschkow (Märkische Heide) aufgewachsen ist. „Bei mir wurde 2004 ein gutartiger Tumor am Stammhirn festgestellt“, berichtet er. Nach der erfolgreichen Operation habe er auf der Kinderkrebsstation gelegen und einiges gesehen. Die Erinnerung daran wurde im vergangenen Jahr wieder aktiviert, als der Sohn eines Bekannten die Diagnose Leukämie bekam. Es folgte die Suche nach einem passenden Stammzellspender, der bei einer Aktion in Lübben tatsächlich gefunden wurde.

Doch Fabian Möbus wollte mehr tun. Nach zwölf Jahren in Lübben lebt er seit sechs Jahren in Berlin und ist Inhaber eines Catering-Unternehmens. Seine große Leidenschaft ist die Organisation von Veranstaltungen. Bekannt ist das „Osterglühen“ in Lübben, das es seit acht Jahren gibt. Nach Angaben von Möbus kommen je nach Wetter bis zu 2000 Gäste. Vor allem Leute, die an den Feiertagen in die Heimat zurückkehren und alte Freunde wiedertreffen wollen.

In diesem Jahr will Fabian Möbus die Abendveranstaltung um ein Familienfest erweitern und mit einer großen Spendenaktion verbinden. Seit einem halben Jahr planen er und Geschäftspartnerin Susan Beastoch. Unzählige Gespräche mit Sponsoren, Unterstützern und Firmen haben seitdem stattgefunden. Firmen aus Lübben, Dahme und der Region haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Aber für die große Tombola sucht Fabian Möbus noch Unternehmen, die Sachpreise zur Verfügung stellen wollen. „Bisher haben wir 800 Gutscheine, Eintrittskarten und hochwertige Dinge. Ziel sind 1000 Lose“, sagt er. Sie sollen während des Familienfests am Nachmittag verkauft werden. Diese Einnahme wäre die Grundlage für den höheren vierstelligen Eurobetrag, den Möbus mit der „Spreecharity“ einspielen will. Außerdem können die Besucher einen freiwilligen Eintritt bezahlen. Und vom Kartenpreis der 18 Uhr beginnenden Abendveranstaltung wird ebenfalls ein Teil als Spende zurückgelegt.

Verteilt wird der Erlös zu gleichen Teilen an vier Vereine aus Berlin und Lübben. Am bekanntesten in der Region ist das Netzwerk Gesunde Kinder. In Trägerschaft des Regionalverbandes Brandenburg Süd der Arbeiterwohlfahrt (Awo) bieten die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter in Lübben, Luckau und Umgebung Familien mit Kindern im Alter bis drei Jahre Unterstützung an. Der Kinderlaecheln – Förderverein für krebskranke Kinder Berlin arbeitet eng mit der Kinderonkologie in der Kinderklinik Berlin-Buch zusammen. Das Projekt „Wünschewagen – Letzte Wünsche wagen“ des Arbeiter-Samariter-Bunds erfüllt, ebenfalls getragen von Ehrenamtlichen, die Herzenswünsche unheilbar Erkrankter. Und schließlich unterstützt der Kinderhospiz- und Familienhospizdienst des Caritasverbandes Berlin Familien mit schwer erkrankten Kindern oder Jugendlichen.

Alle vier Vereine werden sich während des Familiennachmittags präsentieren. Für Spaß sollen auf dem Festplatz Majoransheide vor allem die Aktionen der Partner sorgen, die Fabian Möbus gewinnen konnte. Ein Märchentruck, Hüpfburgen und eine Schminkstraße und abends Stockbrot sind Anziehungspunkte für Kinder. Das Osterfeuer und die sechs DJs, darunter Lokalmatador Sparkz aus Lübbenau sowie die beiden altgedienten DJ-Freunde Fun-Key & B-Rok, sorgen am Abend für tanzbare Musik. Soweit ist organisatorisch alles klar, auch wenn Fabian Möbus immer noch neue Ideen einfallen. Letztlich hoffen er und Susan Beastoch auf gutes Wetter und viele Besucher, damit genügend Spenden zusammenkommen.