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| 13:44 Uhr

Familienfest an der Majoransheide
Premiere für Spreecharity gelungen

 Beim Spreecharity-Familienfest kamen Kinder und Eltern auf ihre Kosten. Das Labyrinth am Stand des Technischen Hilfswerkes forderte die Geschicklichkeit von Melina und Vater Marcel Harting sowie Anja Melzer und Tochter Annabell (v.l.) heraus.
Beim Spreecharity-Familienfest kamen Kinder und Eltern auf ihre Kosten. Das Labyrinth am Stand des Technischen Hilfswerkes forderte die Geschicklichkeit von Melina und Vater Marcel Harting sowie Anja Melzer und Tochter Annabell (v.l.) heraus. FOTO: Birgit Keilbach
Lübben. Die Verbindung von Familienfest und Spendensammlung für krebskranke Kinder mit guter Resonanz. Von Birgit Keilbach

Das traditionelle Osterglühen am Ostersamstag in Lübben hat einen ansprechenden Vorläufer bekommen. Erstmals fand auf dem Festplatz an der Majoransheide ein Familienfest für einen guten Zweck statt. Die Idee kam gut an.

Größter Anziehungspunkt für die Kinder war die Hüpfburglandschaft. Sechs verschiedene Hüpfburgen hatte der AWO Regionalverband Brandenburg Süd aufgestellt. Sie boten für Kinder jeden Alters Spielvergnügen. Am Stand des Technischen Hilfswerks war Geschicklichkeit gefragt bei „Vier gewinnt“ und dem „Labyrinth“. Interessierte konnten auch den Mannschaftstransport- und den Gerätewagen inspizieren. Der Gerätewagen stand zudem auf Luftkissen. Am Steuerungsteil konnten die Kinder das Fahrzeug selbst damit anheben, wie Sabine Starke und Robert Lehmann erläuterten.

Im Märchentruck waren die 80 Sitzplätze stets gut besetzt. „Vorn die Kinder, hinten die Erwachsenen“, rief Anton Tränkler den Zuschauern zu. Die mobile Puppenbühne zeigte das Stück „Der Räuber Pfefferkopf“. Für die ganz Kleinen hatte das Netzwerk „Gesunde Kinder“ eine Bobbycarbahn aufgebaut und Schaukeltiere mitgebracht. Das gefiel Julia Voß, die mit ihrer Tochter Ida zum Fest gekommen war. „Es gibt ja nicht so oft etwas für kleine Kinder, dann sollte man das auch nutzten“, sagte die Lübbenerin. Den vergnüglichen Nachmittag mit Spenden für den guten Zweck zu verbinden sei eine gute Sache. Auch Erik und Franziska Walter mit Sohn Robert waren davon angetan. „Hier ist viel Abwechslung für die Kinder. Schön, dass sie so etwas machen“, lobte Franziska Walter die Veranstalter. Dem schloss sich Birgit Kloas vom Netzwerk „Gesunde Kinder“ an. „Alles ist gut organisiert und hat für das erste Mal auch gute Resonanz gefunden. Wir konnten heute viele Netzwerkfamilien am Stand begrüßen.“ Besonders gut gefiel ihr die Moderation. „Der Sprecher hat sich sehr gut vorbereitet“, sagte sie anerkennend. Marcel Harting aus Duben hatte über Facebook davon erfahren: „Die Kinder haben hier viel Abwechslung, und dass das Fest für einen guten Zweck ist, ist eine tolle Sache.“ Annett Siegert begleitete ihre Enkeltochter Philina. „Ich finde das Event gut. Es sollte weiter wachsen“, sagte die Lübbenerin. Weniger gut gefiel ihr der Bierausschank am Nachmittag. „Das passt nicht so zum Anlass. Am Abend ist das kein Problem“, merkte sie kritisch an.

Karola Losensky und Trixi Kaiser-Klopfleisch gaben im „Letzte Wünschewagen“ Auskunft. Menschen in der letzten Lebensphase soll damit ein Wunsch erfüllt werden. „Er ist ein rein ehrenamtliches und spendenfinanziertes Projekt, das es seit 2016 gibt. Deshalb freuen wir uns, ausgewählt worden zu sein“, sagte Karola Losensky. Es sei eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren. 75 Fahrten wurden damit bisher realisiert. Am häufigsten führten sie an die Ostsee, in einen Tierpark oder ins Kino.

Die Familientag-Spendenaktion zugunsten krebskranker Kinder begrüßte auch Sabine Stoll. „Das ist ja häufig noch ein Tabuthema. Es ist gut, mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken, weil es auch viele Kinder und damit die Familien betrifft. Solche Veranstaltungen können dazu beitragen, damit offener umzugehen“, sagte die Boblitzerin. Überwältigt sei sie davon, wie viele Menschen sich dafür freiwillig engagieren. „Jedem ist das hoch anzurechnen. Ohne sie wären solche Veranstaltungen gar nicht möglich.“

Veranstalter Fabian Möbus war mit den rund 500 Besuchern zur ersten Auflage des Spreecharity „für den Anfang zufrieden.“ Besonders freute er sich über die große Zahl an Sponsoren, die sein aus eigener Erfahrung herrührendes Anliegen unterstützten. Zum Einen waren das die Akteure auf dem Platz und zum Anderen die zahlreichen Sachspenden für die große Tombola. Fast 900 Sachpreise waren zu gewinnen, dazu 100 Trostpreise. Der Erlös davon fließt ebenso in den Spendentopf wie der freiwillige Eintritt am Nachmittag und der Eintritt vom Abend abzüglich der Unkosten. „Wir haben uns bewusst für kleinere Vereine entschieden, die nicht ganz so bekannt sind und daher nicht so viele Spenden bekommen“, sagte Fabian Möbus.