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| 01:08 Uhr

Auf Form und Farbe kommt es an

Lübben.. Es sei schon erstaunlich, sagte Bürgermeister Lothar Bretterbauer bei der Eröffnung der neuen Rathaus-Ausstellung am Mittwoch und fasste zusammen: „Ein kleiner, schmaler Mann mit großen Werken“ . Foto: R. Hottas

Tatsächlich passten die Formate von drei auf zwei Metern gerade so in die Eingangshalle. Zwei weitere Werke mussten allerdings außen vor bleiben, sorgte doch die teilweise abgehängte Decke dafür, dass diese beiden des vierteiligen Zyklus nicht aufgehängt werden konnten.
Dabei könnte man sich von Matthias Körner, dem Maler aus Cottbus, durchaus noch mehr ansehen. Zwar blieb für die grübelnden Verwaltungsmitarbeiter ungeklärt, ob auf einem Bild die Biene Maja oder ein tanzender Indianer zu sehen sei, doch Körner will mit seinen Bildern ohnehin keine Botschaften vermitteln. Zuweilen lenke der Inhalt eher ab vom Zusammenspiel verschiedener Farben und Formen, das einen Klang ergebe ähnlich wie in der Musik. „Das Bild lebt von Farben und Formen“ , so Körner in Bezug auf seine Werke. „Mehr ist das nicht.“ Man könne ja „einfach mal genießen, wie zwei Farben miteinander spielen“ . Dies würde man sich eventuell „verbauen“ , wenn man ständig Inhaltliches suche.
Die Pyramidenform taucht häufig auf, ebenso kontrastreiche Duette von klaren Farben. Auch ein paar kleinere Drucke hängen, doch im Gedächtnis bleiben die großen Bilder, inspiriert unter anderem von Reisen nach Afrika und Spanien. Um sie besser zur Geltung zu bringen, hätte sich Matthias Körner die Räume im Rathaus noch etwas höher gewünscht. Die drei-mal-zwei-Meter sind allerdings auch das Maximum für sein eigenes Atelier in Cottbus. Die Leinwände liegen auf dem Boden, der Maler arbeitet mit langen Pinseln und Rollen. Um die Wirkung zu prüfen, klettert er auf eine Leiter. (is)