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| 02:47 Uhr

ASB Lübben feiert Geburtstag

Kinder des Lübbener Waldschlösschens lockerten das Festprogramm auf ihre Weise auf – mit Jonglage, Tanz und Beatboxing.
Kinder des Lübbener Waldschlösschens lockerten das Festprogramm auf ihre Weise auf – mit Jonglage, Tanz und Beatboxing. FOTO: I. Schirling
Lübben. Mit viel Musik, Ausstellern, Bühnenprogramm, Mitarbeitern und Ehrengästen hat der Kreisverband Lübben des Arbeiter-Samariter-Bundes am gestrigen Donnerstag Geburtstag gefeiert. Für ihn ist das vergangene Vierteljahrhundert eine Erfolgsgeschichte. Ingvil Schirling

Leuchtend gelbe ASB-T-Shirts waren keine Seltenheit am Donnerstagvormittag in der Stadt Lübben. Kindergruppen, die der ASB eingeladen hatte, zogen müde, aber hochzufrieden zurück zu ihren Einrichtungen - per Bollerwagen oder paarweise an der Hand. Schon ab 9 Uhr hatte der ASB Lübben eingeladen. Ein Clown begrüßte die Kinder mit Modellierballons.

Aufgeheizt von der Sonne, entwickelten sie später während des offiziellen Teils eine Tendenz zu platzen. Das konnte der Erfolgsbilanz von Dr. Michael Dinter keinerlei Abbruch tun. Der Vorstandsvorsitzende bestimmt seit 25 Jahren die Geschicke des Verbandes mit und ließ die wichtigsten Daten Revue passieren: Gründung 1990, Übernahme Rettungsdienst im Juli 1991, Betreibung von Flüchtlingsheimen zwischen 1992 und 1997, Eröffnung der Kinder- und Jugendeinrichtung "Waldschlösschen" an der Berliner Chaussee 1998. Ab 2003 die Ausrichtung auf betreutes Wohnen mit den ersten 30 Wohnungen Hinter der Mauer in Lübben, ab Mitte 2008 das intensivpädagogische Projekt für Jugendliche mit besonderem Betreuungsbedarf in der reizarmen Umgebung von Jänschwalde-Ost.

Dann der Umbau der ehemaligen Grundschule in ein ASB-Zentrum mit Mehrgenerationenhaus. 2013 die Eröffnung zwei Häuser an der Lübbener Kasernenstraße für Kindergruppen mit innewohnender Erzieherin. Das neueste Projekt entsteht gerade: 26 Apartments für betreutes "Leben und Wohnen an der Berste".

Lübbens Bürgermeister Lars Kolan (SPD) sagte vor diesem Hintergrund: Er hoffe, dass ein Satz von Helga Meier "nicht in Stein gemeißelt" sei. "Jetzt ist erstmal gut", hatte die Geschäftsführerin im RUNDSCHAU-Interview am Dienstag angekündigt. Doch Kolan unterstrich: "Investoren wie der ASB sind für jede Stadt ein Glücksfall."

Offenbar nicht nur für sie. Nicht wenige der Mitarbeiter würden noch mal beim ASB anfangen, wenn sie vor der Wahl stünden. Bianka Krüger beispielsweise ist Hausleiterin der Inobhutnahme/Clearingstelle des ASB und sagt: "Frau Meier ist offen für Ideen - und wir haben hier die Chance, uns immer weiterzuentwickeln." Jana Chucholowski mag, "dass die Aufgabenbereiche unheimlich vielfältig sind". Sie arbeitet als hinzukommende Erzieherin in einem der beiden neuen Häuser an der Lübbener Kasernenstraße. Dort werden Kinder und Jugendliche familienorientiert mit innewohnendem Erzieher betreut.

Vom intensivpädagogischen Projekt aus Jänschwalde waren ebenfalls Jugendliche und Erzieher da. Sie hatten auf dem Gelände eine Spielstraße für Kinder aufgebaut - mit Klassikern wie Dosenwerfen und vielem mehr. Erzieherin Brenda Hirte sagte in Bezug auf den ASB als Arbeitgeber: "Ich bin sehr zufrieden. Das Team ist super, das Zusammenleben mit den Jugendlichen sehr schön und abwechslungsreich." Der 15-jährige Alexander ergänzte: "Ich fühle mich gut aufgehoben und lerne hier Sachen fürs Leben, die man sonst nicht lernt, zum Beispiel das Tanzen."

Auf der Bühne lockerten unterdessen Anika, Norman, Pit und Nicole das Festreden- und Grußworteprogramm auf - mit Jonglage, Tanz und Beatbox. Das Programm hatten die Erzieherinnen Katharina Thiele und Antje Streich zusammengestellt. Mit überdimensionierten Puzzleblöcken führten als Bauarbeiter ausstaffierte Kinder dem Publikum szenisch vor Augen, dass schon die jüngsten mit Bauleiter-Qualitäten vertraut sind.

Unter den Ehrengästen war auch der heute 73-jährige Wilhelm Müller. Der damalige Bundesgeschäftsführer des ASB war in den Gründungstagen als Mentor des jüngsten Lübbener Kreisverbandes unterwegs. "Einfach sensationell", kommentierte er dessen Entwicklung. "Er hat sich entwickelt wie ein Phönix aus der Asche. Es war ja nichts da außer einer Idee, Verantwortungsbewusstsein und sehr viel Organisationstalent. Das aber war für uns bewundernswert."