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ASB-Komplex ist fast komplett

Mit der neuen Wohnanlage für Senioren ist das Konzept für "Wohnen und Leben an der Berste" des ASB Lübben nahezu vollständig umgesetzt. Die offizielle Präsentation nutzte Geschäftsführerin Helga Meier gestern, um den Gästen vorzustellen, welches Gesamtensemble am Standort der ehemaligen 1. Grundschule in den vergangenen knapp zehn Jahren entstanden ist.
Mit der neuen Wohnanlage für Senioren ist das Konzept für "Wohnen und Leben an der Berste" des ASB Lübben nahezu vollständig umgesetzt. Die offizielle Präsentation nutzte Geschäftsführerin Helga Meier gestern, um den Gästen vorzustellen, welches Gesamtensemble am Standort der ehemaligen 1. Grundschule in den vergangenen knapp zehn Jahren entstanden ist. FOTO: Ingvil Schirling
Lübben. "Altes Haus, wie haste Dir verändert!" Dieser Satz wird dem einen oder anderen Gast am Dienstagvormittag durch den Kopf gegangen sein – und Ehemaligen der früheren 1. Grundschule vielleicht noch über die Lippen kommen. Ingvil Schirling

In der Tat: Fast zehn Jahre, nachdem die Bildungseinrichtung mitsamt dem 10 000 Quadratmeter großen Wassergrundstück direkt an der Berste in den Besitz des ASB Kreisverbands Lübben überging, hat der gesamte Komplex ein ganz neues Gesicht bekommen.

Die offizielle Präsentation der längst fertigen und seit 1. Dezember 2016 auch schon bewohnten 26 altersgerechten Wohnungen in einem eigenen, neuen Haus nutzte Geschäftsführerin Helga Meier, um die Gäste mit dem Gesamtkonzept für den Komplex vertraut zu machen, mit dem sich der ASB im Frühjahr 2008 um die Liegenschaft bewarb. Der Lübbener Kreisverband hat mehrere Standorte, die damals entweder aus allen Nähten platzten oder neue, zusätzliche Aufgaben zu schultern hatten. Das Filetgrundstück bot viele Möglichkeiten - und der ASB war nicht der einzige Bewerber. "Am 29. Mai bekamen wir den Zuschlag und haben uns damit nicht nur Freunde gemacht", bekannte Helga Meier offen - und erntete vereinzelt wissendes Schmunzeln im Publikum. "Aber ich denke, das Ergebnis hat alle versöhnt."

In konzentrierter Anstrengung, unter Einsatz von 7,7 Millionen Euro und "trotz unvorhersehbarer Schwierigkeiten im Zeit- und Kostenrahmen", wie Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Dinter einleitend sagte, entstand in knapp zehn Jahren der jetzt fast fertige Komplex. Der Aushub für die Bodenplatte eines neu erforderlichen Wirtschaftsgebäudes, das noch entstehen soll, ist bereits sichtbar.

Doch begonnen wurde mit dem Abriss eines Anbaus. Die Kohlekeller und alten Toilettenbauten verschwanden, Flure, Fassaden und vieles mehr am Hauptgebäude wurden renoviert.

Die Krönung war das Aufsetzen des historischen Turms am 11. März 2010, ließ Helga Meier die Schritte am Hauptgebäude Revue passieren, die häufig mit Veränderungen an den Außenstandorten einher gingen. Zuletzt entstand der Neubau für die 26 altersgerechten Wohnungen direkt an der Berste. Noch vor der Fertigstellung im November, schon im vergangenen Sommer, waren alle Wohnungen vergeben.

Das i-Tüpfelchen auf dem Gesamtkonzept "Wohnen und Leben an der Berste" wurde am Dienstag gleich mit eingeweiht: Der Brunnen, der bis zu seiner Zerstörung am Napoleonbogen stand, war vom Künstler nach den noch vorhandenen Formen erneut hergestellt worden. Seit gestern sprudelt er springlebendig auf dem Hof des ASB-Komplexes.