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Argumente sammeln pro Kreissitz

Lübben. Lübbens Bürgermeister bittet Verbände, Bildungseinrichtungen und größere Arbeitgeber um Unterstützung. Stellungnahmen gehen bis Ende März nach Potsdam. red/SvD

Die brandenburgische Landesregierung hat im Rahmen der geplanten Neugliederung der Landkreise die Stadt Lübben aufgefordert, möglichst umfassend die Bedingungen und Gegebenheiten für mögliche Kreissitze zusammenzutragen. Unter anderem wird dabei empfohlen, Stellungnahmen Dritter einzuholen. Lübben hat sich mehrfach gegen eine Fusion mit dem Nachbarkreis Teltow-Fläming und im Falle einer Zwangsfusion für den Erhalt des Kreissitzes in Lübben ausgesprochen. Mitte Februar hatte der Kreistag einstimmig gegen die Zwangs-Ehe mit Teltow-Fläming votiert und vor allem auch auf die vom Land verwendete veraltete und Bevölkerungsprognose mit zu geringen Einwohnerzahlen abgehoben. Diese Position soll nun mit schlagkräftigen Argumenten untermauert werden.

Wie Stadtsprecherin Dörthe Ziemer mitteilt, hat Bürgermeister Lars Kolan (SPD) deshalb Verbände, Gesellschaften, Bildungseinrichtungen und größere Arbeitgeber in der Stadt sowie die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung angeschrieben und sie darum gebeten, ihre Argumente für den Erhalt des Kreissitzes in Lübben beizusteuern. Weitere Fakten, etwa zur Struktur von Verwaltungsgebäuden und möglichen weiteren Verwaltungssitzen oder zur Leistungsfähigkeit der Datenübertragung, werden derzeit auf Wunsch des Ministeriums des Innern und für Kommunales in der Stadtverwaltung zusammengetragen.

Die gebündelten Stellungnahmen sollen bis Ende März im Innenministerium vorliegen. Der Anregung des Behörde, auch Argumente gegen die Festlegung eines bestimmten Kreissitzes vorzubringen, werde man nicht folgen, so Lübbens Stadtsprecherin. Der Pressemitteilung zufolge stimmen die Stadtoberhäupter Lübbens und Luckenwaldes nach einem Telefonat darin überein, dass beide Städte jeweils für sich werben, aber nicht gegen den Mitbewerber argumentieren werden.