Organisiert wird das sommerliche Programm mit Theater, Lesungen, Kinderkunst, Installationen und Feierlichkeiten seit 2005 federführend von der TKS und stark unterstützt vom Landkreis Dahme-Spreewald. Es ist Bestandteil des Brandenburger Kultursommers. Mit einem privatrechtlichen Hintergrund, beispielsweise einem Förderverein, rückten jedoch noch ganz andere Unterstützungsmöglichkeiten in Reichweite, begründete Carsten Saß als Kulturdezernent im Landkreis Dahme-Spreewald den Schritt, der von langer Hand geplant war. Mit einem verhältnismäßig niedrig angesetzten Jahresbeitrag von 25 Euro für Privatpersonen will der "Förderverein Aquamediale", so der schlichte Name, in der breiten Öffentlichkeit um Mitglieder werben. Ämter, Gemeinden und andere Institutionen können ebenfalls Mitglied werden - für bescheidene 100 Euro.

In 2013 wird sich die Aquamediale von Lübben heraus in die Region ausdehnen. Die Spreewaldstadt wird Veranstaltungsort bleiben - soll nächsten Sommer allerdings einer von mehreren sein, wie Kurator Christian Gracza ausführte. Die Aquamediale wird zudem im Zeichen des Leichhardt-Jahres stehen. Folgerichtig wird der Schwielochsee "bespielt" werden - so der Fachausdruck für künstlerische Veranstaltungen an einem Ort. Im Gespräch ist aber auch Pretschen, beispielsweise für Theateraufführungen; ob und wenn ja wie der Märkische-Heide-Ort, kürzlich zum zukunftsträchtigsten des Landes Brandenburg gekürt, dafür geeignet ist, soll ein Besuch mit dem Theaterleiter in der kommenden Woche zeigen. Auch Schlepzig ist als Veranstaltungsort angedacht, schwerpunktmäßig für Konzerte.

Kein Zufall war es daher, dass Jens-Hermann Kleine als Vertreter des Amtes Unterspreewald bei der Gründung des Fördervereins dabei war. Die neue Vorsitzende, zunächst für ein Jahr gewählt, ist Jana Misterek von der Tourismus-Entwicklungsgesellschaft Lieberose/Oberspreewald (TEG), die das Leichhardt-Jahr in 2013 koordiniert. Stellvertretender Vorsitzender wurde René Gottschalk von der TKS, Schatzmeisterin Karin Schmidt vom Landkreis Dahme-Spreewald. Damit sind die koordinierenden Organe in zentralen Positionen vertreten. Der Verein will aber vor allem offen sein für Privatpersonen als Mitglieder, seien es Fährleute, Anwohner oder Kunstinteressierte.

Dass die Vorbereitungen für die Aquamediale im kommenden Jahr bereits auf Hochtouren laufen, machte unterdessen Christian Gracza deutlich. Für eine ganze Herde von 200 Kängurus, die voraussichtlich bereits an der Autobahn auf die Verbindung zwischen dem Spreewälder Kunstfest und dem berühmten Australienforscher Ludwig Leichhardt hinweisen sollen, seien bereits die ersten drei Prototypen hergestellt worden. Auch die Idee einer ungarischen Künstlerin, auf einem Feld bei Trebatsch ein Labyrinth aufzubauen und damit künstlerisch auf den in Australien verschollenen Naturkundler aufmerksam zu machen, wird bereits Schritt für Schritt konkretisiert. In der kommenden Woche reist zudem eine Reihe von Künstlern an, darunter international bekannte, um sich die möglichen Standorte für künftige Arbeiten anzuschauen.

www.aquamediale.de