Das Wetter war den gesamten Monat über sonnenüberflutet, zu warm und außergewöhnlich trocken.
Mit Sonne pur und einer ungewöhnlich milden Vollmondnacht startete der April. Auch in den Folgetagen kletterte die Quecksilbersäule immer wieder bis über 15 Grad. Vom fast wolkenlosen Himmel strahlte die Sonne und lockte zu den Osterfeiertagen Touristen und Spreewälder in die ergrünende Natur. Jedoch sackte die Temperatur in den Nachtstunden bis in den leichten Frostbereich ab.
Täglich glich das Wetter dem des Vortages. Leichter Strahlungstau am Morgen, der im Schein der ersten Sonnenstrahlen verschwand, die Sonne und eine leichte Brise trockneten die Erde immer weiter aus.

Trotz Sonne Frost
„Peggy“ , das Hochdruckgebiet, welches seinen Schwerpunkt über Großbritannien bis nach Skandinavien hatte, sorgte für ungestörtes sonniges Wetter und somit für eine schnelle Erwärmung der Luft.
Parallel dazu wuchs aufgrund der Niederschlagsarmut die Trockenheit der Böden und die Waldbrandgefahr weiter an. Tagsüber kletterte die Temperatur auch im letzten Monatsdrittel immer bis an die 25-Grad-Marke heran, während es sich nachts noch spürbar abkühlte. Erst zum Monatsende gönnten sich die Temperaturen eine Verschnaufpause. Auch die ungewöhnliche gute Fernsicht war ein hervorstechendes Merkmal des Wetters im April.

Nur zweiter Platz
Mit einer Monatsdurchschnittstemperatur von 11,0 Grad war der April um vier Grad zu warm. Einzig der April 2000 war mit 12,2 Grad Celsius noch wärmer als dieses Jahr. Sechs Sommertage stehen sechs Tagen mit leichtem Nachtfrost gegenüber. Das Maximum der Temperatur wurde am 28. mit 26,7 Grad erreicht, während der tiefste Wert mit minus 2,7 Grad Celsius in der Nacht zum 22. registriert wurde.
Neben der hohen Durchschnittstemperatur sorgte vor allem der fehlende Niederschlag für eine Austrocknung der Böden. Nur ein Liter Regen wurde auf der Wetterstation in Lübben-Blumenfelde gemessen. Dieser fiel am 3., 17. und 23. April. In den letzten zwanzig Jahren stellt dies den Negativ-Rekord an Regen eines Monats dar. Trotzdem fielen bislang im Jahr 2007 mehr Niederschläge als sonst üblich. Bisher fielen 163 Liter in den ersten vier Monaten. Im Vergleich dazu beträgt der langjährige Mittelwert rund 132 Liter für diesen Zeitraum.