“Aus der Talsperre Spremberg sollen etwa 70 Kubikmeter Wasser pro Sekunde kontrolliert in den Spreelauf entlassen werden„, erklärt der Fachmann. Da der Zulauf in dieses Speicherbecken zurzeit gering sei, sei die Situation für den Spreewald und Lübben entspannt. “Bei größeren Regenfällen kann sich dies natürlich auch ändern. Die Wetterexperten sind sich in ihrer Prognose noch nicht einig„, sagt Albert. “Wir erwarten Ausuferungen der Spree bis an den Deichfu߄, kündigt er an. Ab dem heutigen Mittwoch sei für das Landkreisgebiet mit der Hochwasseralarm-Stufe I (Wasserstandsmeldedienst in Folge überschrittener Richtwerte am Richtpegel mit steigender Tendenz) oder auch II (Kontrolldienst nach Überflutung von Grünland und forstwirtschaftlichen Flächen in den Überschwemmungsgebieten und Ausuferung des Wassers bei eingedeichten Gewässern bis an den Deichfuß) zu rechnen. Deichläufer, die vor allem bekannte Schwachstellen im Blick behalten sollen, werden am heutigen Mittwoch geschult und konkret eingewiesen.

“Die Wasserstandserhöhung wird im Laufe des Tages einsetzen„, erläutert der Wasserbehörden-Leiter. Für die starke Verzögerung zwischen dem Ablassen des Stausees Spremberg und dem Anstieg im Flussbett bei Lübben sorge die Tatsache, dass ein Teil des Wassers sofort in den Spreewald geleitet werde. Vorausgesetzt, die Region wird nicht noch von stärkeren Niederschlägen heimgesucht, werde dieses Sommerhochwasser nur von kurzer Dauer sein, so Helge Albert.

Die Ortsgruppe Lübben des Technischen Hilfswerkes (THW) Lübben ist für Einsätze gerüstet, versichert der Ortsbeauftragte Ronny Schulz. Im bereits rund um die Uhr besetzten Stützpunkt würden ständig 15 000 Sandsäcke vorgehalten. Auch Reservehelfer seien aktiviert.