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Ansteckende Fröhlichkeit in der Kirche

"Oh happy day" – der Gospelchor Senzig bringt Freude in die evangelische Kirche in Pretschen.
"Oh happy day" – der Gospelchor Senzig bringt Freude in die evangelische Kirche in Pretschen. FOTO: Staindl/asd1
Pretschen. Gospelchor Senzig begeistert in Pretschen. Erlös des Konzertes wird für die Sanierung des hölzernen Wandepitaphs gebraucht. Andreas Staindl / asd1

Gospel ist ansteckend. Die gesungene gute Nachricht macht beste Laune, sorgt für Fröhlichkeit. Foster Ebai Agbor hatte es angekündigt. Der Leiter des Gospelchor Senzig (Königs Wusterhausen) forderte die Besucher ausdrücklich zum Mitsingen, Klatschen und Tanzen auf: "Alles ist möglich." Die Zuhörer am Samstagabend in der gut besuchten evangelischen Kirche in Pretschen (Märkische Heide) nahmen das Angebot gern an.

Der Funke der Begeisterung sprang schon während des ersten Lieds über. Christliche Musik mit viel Freude und Lockerheit vorgetragen-das kam an. "So viel Lebensfreude und Stimmung in unserer Kirche sind einfach wunderbar", sagt Heidemarie Weber vom Gemeindekirchenrat. Sie dankte nicht nur den Sängerinnen und Sängern, sondern auch Ilka Paulick, die sich um die Organisation der Veranstaltung gekümmert hatte. Für den Chor selbst war es "ein wunderbarer Tag im Spreewald" wie der Sprecher Peter Franneck sagt. "Wir wurden hier prima verköstigt und haben uns rundum wohl gefühlt." Der Gospelchor war zum ersten Mal in Pretschen zu Gast. "Wir waren heute sehr aufgeregt", sagt Franneck. "Doch es hat großen Spaß gemacht, denn Singen verbindet uns." Etwa die Hälfte der rund 60 Sängerinnen und Sänger waren mit in die Märkische Heide gekommen. Foster Ebai Agbor hatte sie zu Höchstleistungen "getrieben".

Der gebürtige Kameruner leitet den Gospelchor Senzig seit 2013. Ihm ist wichtig, "dass unsere Mitglieder Freude beim Singen haben". Das sei viel entscheidender, als dass der Text exakt gesungen wird. Den Akteuren ist die Vorgabe ihres Leiters am Samstagabend wunderbar gelungen. Ihre Fröhlichkeit war ansteckend. Kein Wunder, dass das Publikum fast jedes Lied rhythmisch mitklatschte. Es war abzusehen, dass das geplante Ende des Konzerts längst nicht der Schlusspunkt sein würde. Die Zuhörer hatten auch nach rund zwei Stunden noch nicht genug von der gesungenen frohen Botschaft. "Oh happy day" - was für ein fröhlicher Tag. Am Samstag in Pretschen war dieses Lied absolut passend. Gleich mehrere Zugaben schenkte der Chor den Besuchern. Heidemarie Weber und Ilka Paulick mussten sich gedulden, um den Sängerinnen und Sängern für das stimmungsvolle Konzert zu danken. Foster Ebai Agbor tanzte mit Heidemarie Weber sogar noch ein paar Schritte vor dem Altar. Das Gospelkonzert hat nicht nur viel Freude bereitet, sondern auch Geld in die Kasse der Kirchengemeinde gespült.

Der Erlös des Konzerts soll helfen, das hölzerne Wandepitaph weiter zu sanieren. Es ist dem 1704 verstorbenen Reichsgrafen Ludwig von Blumental gewidmet. Zwei Engel sind schon saniert und konserviert, weitere Arbeiten sollen folgen, berichtet Heidemarie Weber..