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Angeln, klettern, Beach-Party

Die Wasserbombenschlacht ist einer der Höhepunkte des Ferienprogramms im Hort der Straupitzer Houwald-Schule und der Kita Freundschaftsbande. Darüber hinaus gibt es Ausflüge, Spaßwettkämpfe und vieles mehr.
Die Wasserbombenschlacht ist einer der Höhepunkte des Ferienprogramms im Hort der Straupitzer Houwald-Schule und der Kita Freundschaftsbande. Darüber hinaus gibt es Ausflüge, Spaßwettkämpfe und vieles mehr. FOTO: Ingvil Schirling
Straupitz. Wasserbombeeeeee!!!! Jetzt gibt es kein Halten mehr. Juchzend, quietschend und triumphierend fliegen die Luftballons über den Straupitzer Schulhof. Ingvil Schirling

Karin Schirm und Jutta Scholsching ziehen sich in den Windschatten eines niedrigen Gebäudes zurück und beobachten schmunzelnd das Treiben. Zeit für eine Mini-Pause, die die Erzieherinnen mit Pfirsich und Nektarine genießen.

Sie sind Teil des umfangreichen Ferienprogramms, das der Hort der Houwald-Grundschule Straupitz, gehörend zur Kita Freundschaftsbande, fünf Wochen lang in den Sommerferien anbietet. "Jede Woche gibt es ein anderes Thema", erklärt Jutta Scholsching. Übergeordnet ist eine Idee, die folgendermaßen auf den Punkt gebracht wird: "Statt einsam - wir im Hort gemeinsam". Klassenübergreifend und in offener Hortarbeit stellen die Erzieherinnen Woche für Woche ein Programm zusammen, erklärt Karin Schirm. Diese Woche war das Thema "Wir gemeinsam" - und so viel wie möglich wurde zu zweit unternommen.

Alina (7) beispielsweise war im Dreibeinlauf erfolgreich. Eines ihrer Beine war mit einem von Marvins (8) zusammengebunden. Gemeinsam mussten sie so schnell wie möglich eine Strecke zurücklegen - wie sich am besten koordinieren? Die beiden waren erfolgreich bei den Spaßwettkämpfen, die auch der neunjährigen Maja bisher am besten gefielen. "Der Kletterwald war super", fanden Marvin, Tessa (8) und Mika (11) einmütig. Ein weiterer Ausflug führte zum ehemaligen Straupitzer Bahnhof, wo das Modell der Spreewaldbahn besichtigt wurde. Die Fahrradtour nach Neu Zauche zur Schleuse an der Kannomühle mit Angeln, Lagerfeuer und Stockbrot backen begeisterte Natalie (11), Marc (9), Maxim (11) und Ben (10). Die beiden Jungs fingen auf Anhieb Plötze und Rotfeder, erzählen sie. Der zehnjährige Malte fand die Beach-Party am schönsten. "Wir haben sogar Cocktails gemixt", erzählt Karin Schirm augenzwinkernd - natürlich aus Fruchtsäften ohne Alkohol.

So wurde jeder Tag, an dem die Eltern noch am Schreibtisch schwitzten, zum Erlebnis für die Jüngsten. Um 6 Uhr morgens kommen die ersten, gegen 17 Uhr gehen die letzten. Zum Wochenende hin holen die Eltern ihre Kinder oft schon etwas früher ab, berichten die Straupitzer Erzieherinnen.

Die Betreuung ist kostenfrei, die Fahrten und Eintrittsgelder müssen allerdings bezahlt werden. Verpflegung wird oft gleich zum Teilen mitgegeben. Gelegentlich sind sogar Gastkinder mit dabei. "Sie können im Amt angemeldet werden", sagt Jutta Scholsching, so dass in den Ferien bei Oma und Opa auf diesem Wege zusätzliche Abwechslung eingestreut werden kann.

Die Straupitzer Erzieherinnen sind mit ihrem Programm längst nicht durch. In die Lübbener Stadtbibliothek soll es noch gehen, eine Lesestunde in der Bücherei ist eingeplant.

Der Wasserspielplatz in Lübben steht ebenfalls noch auf dem Programm. In Byhleguhre dürfen sich die Kinder auch mal auf dem Pferderücken ausprobieren. Als Team gingen jeweils sieben Mädchen und Jungen auch schon auf Fotosafari. Dabei gibt es Aufgaben zu lösen, erklären die Erzieherinnen. So formen die Kinder beispielsweise ein Herz mit der Hand, suchen etwas Rotes oder den schönsten Stein. Am Ende wird eine Fotodokumentation erstellt.

"Die Kinder sind begeistert", sagt Karin Schirm. "Sie sind sehr motiviert", sagt Jutta Scholsching, die von den Spaßwettkämpfen noch die Stoppuhr um den Hals hängen hat. Hoffentlich ist diese wasserdicht. Denn wenn es warm genug ist, wird der tägliche Höhepunkt mit einem Schlachtruf eingeleitet: "Wasserbombeeeee!!!!"