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Anfang Dezember kam das 500. Baby in Lübben zur Welt

Luisa Schneider aus Eisdorf, hier mit Kuscheltier auf dem Rücken, erblickte am 2. Dezember das Licht der Welt.
Luisa Schneider aus Eisdorf, hier mit Kuscheltier auf dem Rücken, erblickte am 2. Dezember das Licht der Welt. FOTO: R. Münch
Lübben. In der Lübbener Spreewaldklinik ist am Freitag, 2. Dezember, das 500.Baby in diesem Jahr zur Welt gekommen. "Normalerweise wird diese Zahl am Ende des Jahres erreicht", erklärt Klinikumssprecherin Ragnhild Münch. Im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen sind es bislang 700 Entbindungen. red/bt

Das 500. Baby ist ein Mädchen. Sie wohnt in Eisdorf. Luisa Schneider kam am 2. Dezember 2016 in der Spreewaldklinik auf die Welt. Morgens um 2.02 Uhr war die Tochter von Marlen Paulick und Bert Schneider 51 Zentimeter groß und 3340 Gramm schwer.

Die meisten Mütter und Babys erleben im Klinikum Dahme-Spreewald eine natürliche Geburt. "Das sind mehr als im Bundesdurchschnitt. Der liegt bei 69 Prozent, in der Spreewaldklinik bei 73,9 Prozent", erklärt die Sprecherin. Die anderen werden mit Kaiserschnitt geholt. Gemeinsam mit der Spreewaldklinik Lübben sind die Kaiserschnitt-Geburten im Klinikum Dahme-Spreewald seltener als im Bundesdurchschnitt. Der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Rüdiger Müller, und sein Team raten werdenden Müttern zu einer natürlichen Entbindung. "Nur aus zwingenden medizinischen Gründen oder, wenn während der Geburt eine kritische Situation entsteht, ist ein Kaiserschnitt der bessere Weg", erklärt der Chefarzt. "Ein Kaiserschnitt ist eine Operation und immer eine Belastung. Wir wollen, dass die Geburt eine besondere Erfahrung und bestmöglich im Gedächtnis bleibt."

Den Babys fehle die erste Erfahrung des Weges durch den Geburtskanal. Sie seien anfälliger für bestimmte Erkrankungen, so der Gynäkologe. "Häufiger haben die Neugeborenen Probleme mit der Anpassung an die neue Lebensumwelt und mit der Atmung, weil sie noch Fruchtwasser in der Lunge haben", argumentiert der Chefarzt. Ein "Wunsch-Kaiserschnitt" ist dabei eher selten und erst nach ausführlicher Aufklärung, Risikobewertung und Überlegungsfrist möglich.