"Es gibt die Einschätzung, dass die Vogelgrippe auch nach Brandenburg kommen kann", sagte Jens-Hermann Kleine der RUNDSCHAU. Schließlich gebe es hier viel Wasser und Orte, an denen die Zugvögel rasten. Kleine: "Wir haben die Mitglieder des Amtsausschusses informiert, was von unserer Seite aus unternommen werden kann, um nicht überrannt zu werden."

Falls auch in Brandenburg tote Vögel entsorgt werden müssten, übernehme das zunächst das Kreisveterinäramt. Komme es aber zu solchen Größenordnungen von verendeten Vögeln wie jetzt auf Rügen, so Kleine, könne die Feuerwehr unterstützend eingesetzt werden, auch aus dem Amt Unterspreewald. Um diese zu schützen, "haben wir Anzüge und Atemschutzmasken beschafft", sagte der Amtsdirektor. Bei der Anschaffung der Schutzausrüstung habe das Amt sich nach der Arbeitsanweisung des Landesamts für Arbeitsschutz gerichtet.

Die Ausrüstungsgegenstände seien schon eingetroffen, informierte Ordnungsamtsleiter Peter Schneider. Die Feuerwehren selbst sollten bei der Wehrleitertagung im Amt Unterspreewald am Mittwochabend informiert werden, so Kleine. Außerdem sollen sie zusätzlich heute eine Grippeschutzimpfung bekommen, teilt das Amt Unterspreewald mit.

Weitere Informationen aus der Amtsverwaltung richten sich sowohl an die Unterspreewälder allgemein als auch an die Geflügelzüchter speziell. Im Verwaltungsgebäude in Schönwalde liege ein Info-Blatt aus, so Kleine. Darin werde beschrieben, mit welchen Symptomen sich die Vogelgrippe zeige, wie sich beispielsweise die Eier verändern, welche Anzeichen die Hühner selbst zeigen, welche ähnlichen Krankheitsbilder es gibt, wie die Infektion übertragen wird und welche Gefahren für den Menschen bestehen.

Weitere Fragen der Unterspreewälder sollen künftig auch die Ortsbürgermeister beantworten können. Ihnen seien beim Amtsausschuss Telefonnummern an die Hand gegeben worden, so Kleine, die sie an diejenigen Bürger weiterreichen können, die sich ausführlich informieren wollen.

Gleichzeitig gebe es einen Katalog vom Verbraucherschutzministerium des Bundes, so Kleine, der häufig gestellte Fragen zusammenfasse. Stand der dazu veröffentlichten Antworten ist der 21. Februar. Dieser Katalog sei den Bürgermeistern an die Hand gegeben worden, so Kleine.