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| 17:37 Uhr

Baugenehmigung erteilt
Am Brückenplatz geht’s los

In diesen Tagen sollen mit den archäologischen Untersuchungen endlich die Bauarbeiten am Brückenplatz beginnen. Planerin Sabine Minetzke und Bauherrin Doreen Hackenberg-Mathow (r.) von der Spreewaldbank zeigen, wie der Komplex aus drei Häusern einmal aussehen soll.
In diesen Tagen sollen mit den archäologischen Untersuchungen endlich die Bauarbeiten am Brückenplatz beginnen. Planerin Sabine Minetzke und Bauherrin Doreen Hackenberg-Mathow (r.) von der Spreewaldbank zeigen, wie der Komplex aus drei Häusern einmal aussehen soll. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Lange lag das Lübbener Filetgrundstück im Dornröschenschlaf.

Wann geht’s am Brückenplatz endlich weiter? Und was genau wird dort entstehen? Nicht nur in der Rubrik „Anruf Reporter“ der LR haben diese Fragen bewegt, sondern auch immer wieder bei den Stadtverordneten. Die Antwort: Voraussichtlich noch in dieser Woche werden auf der momentanen Brache zwischen Innenstadt und Spree große und kleine Schaufeln zu sehen sein. Die großen gehören zu der Baufirma, die für den Tiefbau gebunden ist. Die kleinen zu den Archäologen. Diese trafen sich am Montag vorab mit Vertretern der Bauherrin, der Lübbener Spreewaldbank, und der Planerin Sabine Minetzke.

Archäologin Dr. Elisabeth Ida Faulstich-Schilling erinnerte an den seltenen Fund, den die archäologische Untersuchung bereits an der Spitze des Grundstücks zum Brückenplatz hin erbracht hatte: Bebauungsreste aus dem frühen Mittelalter, genauer: aus dem 11. bis 12. Jahrhundert. Überlagert waren sie von einer Entdeckung, die älteren Lübbenern aus Erzählungen vom Kriegsende noch sehr präsent war. Die Keller waren verfüllt worden, und dieses Material schwelte in den letzten Kriegstagen tagelang vor sich hin.

Die Arbeit der Archäologen, die im vorderen Teil vor zwei Jahren bereits einen Keller aus dem frühen Mittelalter fanden, wird fortgesetzt.
Die Arbeit der Archäologen, die im vorderen Teil vor zwei Jahren bereits einen Keller aus dem frühen Mittelalter fanden, wird fortgesetzt. FOTO: Ingrid Hoberg

Nun soll es im mittleren und hinteren Bereich des Grundstücks weitergehen. Zwar haben Bauherrin und Planerin mit weiteren archäologischen Untersuchungen nicht unbedingt gerechnet, doch das nahe Kino und das Brauhaus hätten zu der Auflage geführt, hieß es auf LR-Nachfrage. Diese Wendung gehört zu einer ganzen Reihe von Unwägbarkeiten und Überraschungen, die die Bebauung des Brückenplatzes verzögert haben. Im Mai 2017 war der Kaufvertrag fertig ausgehandelt, lässt Doreen Hackenberg-Mathow von der Spreewaldbank als Bauherrin den langen Prozess Revue passieren. Danach saßen in der Investorenwerkstatt Planer, Denkmalschützer und andere an einem Tisch, um die verschiedenen Interessen mit dem Blockkonzept unter einen Hut zu bringen. Das dauerte bis Anfang 2018. Ende Januar wurde der Bauantrag eingereicht, am 29. Juni erteilte der Landkreis die Baugenehmigung, doch Auflagen mussten noch ausgeräumt werden. Erst dann konnten die Ausschreibungen beginnen. Gebunden ist bis jetzt nur die Tiefbaufirma. Wer die weiteren Gewerke übernimmt und wann, muss sich erst noch zeigen – weswegen es auch noch schwierig ist mit der Prognose, wann das Haus steht.

Wie es aussehen wird, ist aber klar. Im Erdgeschoss entsteht eine Ladenzeile mit drei Einheiten, für die sich Interessenten noch melden können (Meyer Immobilien aus Lübben, Tel. 03546 9347493). Zwei der drei Häuser werden voll unterkellert, um Platz zum Abstellen zu schaffen. Im Erd- und Obergeschoss wird es zwölf Wohnungen geben, zehn mit Blick auf die Spree und zwei zum Brückenplatz.