ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:12 Uhr

Naturschutz
Altes Fließ ausgebaggertund Ufer stabilisiert

Der Altarm wurde an das Gewässersystem wieder angebunden. Für Fische und andere Wasserorganismen werden damit neue Brut- und Rückzugsgebiete geschaffen.
Der Altarm wurde an das Gewässersystem wieder angebunden. Für Fische und andere Wasserorganismen werden damit neue Brut- und Rückzugsgebiete geschaffen. FOTO: marcus Weingart / Weingart Marcus
Krausnick. Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg hat verlandeten Altarm im Unterspreewald angebunden.

(bt) Mit der Wiederanbindung eines verlandeten Altarmes hat der Wasser- und Bodenverband „Nördlicher Spreewald“ östlich von Krausnick – Groß Wasserburg im Unterspreewald Aufwuchs- und Rückzugsgebiete für Jungfische, Amphibien und andere Wasserorganismen geschaffen. „Möglich wurde diese Naturschutzmaßnahme durch Fördermittel der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg in Höhe von 12 500 Euro“, erklärt Stiftungssprecher Marc Thiele. Das Geld stammt aus Ersatzzahlungen.

„In der Vergangenheit wurde die Wasserburger Spree begradigt und verengt. Einige Nebenarme sind seither vom Hauptstrom isoliert und verlandeten mit der Zeit“, erläutert der Sprecher. Zwischen Schlepzig und Groß Wasserburg hat der Wasser- und Bodenverband „Nördlicher Spreewald“ den verlandeten Mündungsbereich eines solchen Flussausläufers im Abschnitt „Langes Horstfließ“ ausgebaggert und die Ufer stabilisiert.

So konnte der Gewässerarm einseitig wieder angeschlossen und mit dem Einzugsgebiet der Spree verbunden werden.

„Die Wiederanbindung von Altarmen erzeugt Ruhezonen mit wenig Strömung, höheren Wassertemperaturen und Unterwasserpflanzen ähnlich wie in einem Stillgewässer. Jedoch findet hier regelmäßiger Austausch mit sauerstoffreichem klarem Wasser statt“, erklärt Claudius Schneider von der Stiftung. An diesen Stellen würden ideale Bedingungen für Brut und Aufwuchs von Jungfischen, für Wasserorganismen und auch für Amphibien herrschen, erläutert Claudius Schneider. Auch an den neu entstandenen Ufer- und Böschungsstrukturen werden sich schon bald Tier- und Pflanzenarten ansiedeln, die am Hauptgewässer nicht zu finden sind. Schilf- und Röhrichtsäume ziehen Wasservögel und Rohrsänger sowie Frösche und Libellen an. Wasserfledermäuse gehen hier nachts auf Beutezug.