| 12:16 Uhr

Alter Schulweg soll wiederbelebt werden

Der alte Schulweg endet momentan sichtbar hinter dem Ortsende von Schollen auf einem Feld (Blickrichtung Karche-Zaacko).
Der alte Schulweg endet momentan sichtbar hinter dem Ortsende von Schollen auf einem Feld (Blickrichtung Karche-Zaacko). FOTO: D. Friedrich
Karche-Zaacko/Schollen. Die Reaktivierung des Weges von Schollen nach Karche-Zaacko ist seit Jahren im Gespräch. Nun ist ein neuer Versuch geplant. Daniel Friedrich

Er war einst die kürzeste Verbindung von Schollen über Karche-Zaacko bis in die Stadt Luckau - der alte Schulweg. Nun soll der derzeit kaum noch erkennbare Pfad entlang der Berste für Fußgänger und Radfahrer wiederbelebt werden: "Der Weg ist landschaftlich reizvoll und ungefährlich, im Gegensatz zur Kreisstraße nach Luckau", argumentiert Ortsbeiratsmitglied Andreas Petschick. Für Bewohner der Dörfer, für Radtouristen oder Camper aus Kreblitz sei er eine gute Alternative.

Bereits vor über zehn Jahren hatte sich der Ortsbeirat dafür eingesetzt, den Schulweg zu reaktivieren. Schon damals gab es Streit um den konkreten Verlauf des Weges. Außerdem mussten Buschwerk sowie die Stange eines Grundstückseigentümers entfernt werden, der damit Radler an der Weiterfahrt hindern wollte. Das Problem der Eigentumsfrage von angrenzenden Flächen ist bis heute geblieben: Auf einem Abschnitt führt der Weg nicht mehr über das dafür vorgesehene Flurstück direkt am Ufer der Berste entlang, sondern links vorbei am Cahnsdorfer Fließ über die Wiese. Damit zerschneidet er ein privates Grundstück. Regelmäßig durchpflüge die Grundstückseigentümerin gar den Weg, hieß es in der jüngsten Ortsbeiratssitzung.

Die Lösung für den Fall könnte nun in einem Flurneuordnungsverfahren liegen: Dabei würde der landwirtschaftliche Weg verlegt werden, und zwar über die vorhandene Brücke des Cahnsdorfer Fließes direkt an die südlich gelegene Berste. Der Weg würde somit kein privates Grundstück mehr zerschneiden. Die Gesamtfläche der Grundstücke bliebe den privaten Eigentümern erhalten; sie würde nur gegen die Wegfläche der Stadt "eingetauscht" werden. Dazu müssten sich die betroffenen Landwirte, die LMBV und der Gewässerunterhaltungsverband an einen Tisch setzen.

Ob und wann die Idee umgesetzt werden könnte, steht noch nicht fest. Die Luckauer Stadtverwaltung stehe dem Vorhaben jedenfalls positiv gegenüber, so Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos).