Die Verwaltung der Stadt Lübben wird in dem Schreiben aufgefordert, gemeinsam mit den Stadtverordneten eine Lösung zur Altanschließer-Problematik zu finden, "bevor das Bundesverfassungsgericht auch einem Altanschließer aus Brandenburg Recht gibt und der Landtag mit seinen trickreichen Änderungsvorschlägen (20 Jahre + 10 Jahre Verjährungshemmung) scheitert, wobei die Verbände und Kommunen die Leidtragenden wären". Auch in Lübben sei es fast 20 Jahre lang zu keiner gültigen Satzung und damit auch nicht zum Beginn der vierjährigen Festsetzungsverjährungsfrist gekommen. Die Betroffenen mussten über Jahre unter Umständen ein paar Tausend Euro verfügbar haben, "ohne in ihrer finanziellen und wirtschaftlichen Lebensplanung sicher disponieren zu können", heißt es weiter.

Der Entwurf des offenen Briefes, der dem zurzeit amtierenden stellvertretenden Bürgermeister Frank Neumann im Vorfeld zur Kenntnis gegeben wurde, liegt den Abgeordneten des Stadtparlaments bis zur Stadtverordnetenversammlung vor. Sie haben die Möglichkeit, das Schreiben zu unterzeichnen, so Selbitz. Es handele sich nicht um ein Papier einer einzelnen Fraktion.

Die Beratung beginnt um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Auf der Tagesordnung im öffentlichen Teil stehen diesmal keine Vorlagen zur Beschlussfassung. Einwohner können zu Beginn Fragen an die Stadtverordneten und die Verwaltung stellen.