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| 02:43 Uhr

Alt Zaucher Fährleute sind startklar

Bürgermeister Jens Martin übergibt das Rudel an den Hafenmeister Siegfried Woick.
Bürgermeister Jens Martin übergibt das Rudel an den Hafenmeister Siegfried Woick. FOTO: Jürgen Harnath/jhh1
Alt Zauche. Die Fährleute starten im Spreewald in die neue Saison. In Alt Zauche haben sie bei einer Zeremonie das geschmückte Rudel entgegen genommen. Jürgen Harnath / jhh1

Seit über 30 Jahren wird in Alt Zauche für Touristen Kahn gefahren. Anders als in Lübbenau oder Lübben geht es beschaulicher zu. Hier ist für die Touristen alles Verhandlungssache: die Länge der Tour, die Route und die Startzeit.

Unberührte Natur

Von den Besuchern des Ortes wird dies sehr geschätzt. Hinzu kommt, dass Alt Zauche der einzige Spreewaldort ist, der in unmittelbarer Nähe des Hochwaldes liegt. Ideal gelegen, um eine Kahnfahrt in die unberührte Natur zu unternehmen. "Seit Mitte der 1990er-Jahre ist es auch bei uns Tradition, die Saison mit der Rudelübergabe zu beginnen. Wir sind derzeit 15 Fährleute und alle im Fremdenverkehrsverein organisiert", erzählt Hafenmeister Siegfried Woick.

Tanz des Traditionsvereins

Und so übergab Bürgermeister Jens Martin am frühen Sonntagnachmittag das geschmückte Rudel an Hafenmeister Woick. Die Gäste konnten neben der Rudelübergabe auch ein kleines Kulturprogramm verfolgen. So sorgten "Leier Baier" und die Spreewalddisco Bernd für musikalische Unterhaltung. Viel Beifall erhielt die Trachtentanzgruppe des Traditionsvereins Alt Zauche für ihren Auftritt.

Außerdem durften die berühmten Plinse nicht fehlen. Das Dorf ist auch immer wieder Anziehungspunkt für Radtouristen. Laden doch zahlreiche Wanderwege in der Umgebung zum Radeln ein.

Doris und Bernd Pürschel aus Bernburg waren schon oft im Spreewald und freuen sich, die Pflege von Brauchtum mitzuerleben. "Das gibt es nicht mehr so oft", befand Doris Pürschel. "Alt Zauche hat eine einmalig schöne Umgebung. Wir kommen in jedem Fall wieder", ergänzte Bernd Pürschel.

Schließlich hatte der Wettergott beim Saisonstart ein Einsehen und ließ nach Regen-, Graupel- und Schneeschauern die Rudelübergabe trocken über die Bühne gehen.