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Alle Puten waren bis Samstagabend im Mastbetrieb Alt Zauche tot

Lübben/Alt Zauche. Die Tiere des von der Geflügelpest betroffene Bestandes in Alt Zauche sind komplett getötet worden. Darüber hat die Veterinärbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald am Wochenende informiert. red/bt

"Am Samstagabend sei die tierschutzgerechte Tötung in der Putenmastanlage abgeschlossen worden", sagte LDS-Sprecherin Heidrun Schaaf am Sonntag. Insgesamt 45 000 Tiere waren betroffen, nachdem am Mittwoch der Ausbruch der Geflügelpest in dem Betrieb bestätigt worden war. "Seitdem laufen alle notwendigen Maßnahmen auf Hochtouren, die zur Eindämmung und Bekämpfung der gefährlichen Vogelgrippe notwendig sind", berichtet die Sprecherin weiter.

Der Ausbruch der Geflügelpest betrifft auch die Zampergemeinschaften, die traditionsgemäß in diesen Tagen von Hof zu Hof ziehen. "Zampern sollte in diesem Jahr bitte ohne Eier sammeln im Geflügelpest-Gebiet erfolgen", rät die Veterinärbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald dringend. Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet dürfen Eier nicht aus Geflügelbeständen verbracht werden. Das heißt, dass in diesen Gebieten auch die Kleinsttierhalter keine Eier an andere abgeben dürfen. Um die Tradition des "Schmausabends" oder "Eierkuchenballs" dennoch nicht zu gefährden, empfiehlt die Veterinärbehörde, statt der beliebten Eier lieber den einen oder anderen Euro mehr an die Zampernden abzugeben. Davon können dann die Eier außerhalb des Restriktionsgebietes gekauft und verarbeitet werden.

Unterdessen gelten verstärkte Beschränkungen. Darüber werden die betroffenen Geflügelhalter in einem gesonderten Schreiben des Landkreises unterrichtet, informiert der Landkreis weiter. Nach seinen Angaben sind im Sperrbezirk insgesamt 145 Geflügelhalter mit mehr oder weniger großen Beständen registriert. Der Sperrbezirk wurde im Drei-Kilometer-Radius um den Betrieb eingerichtet. "Er wird mindestens 21 Tage bestehen. In dieser Zeit werden intensive behördliche Kontrollen auf Einhaltung der Schutzmaßnahmen durchgeführt", bestätigte die Amtstierärztin Jana Guth.