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| 16:22 Uhr

Aufmerksamkeit für Tabuthema
Wenn „vergessene“ Kinder eine Stimme bekommen

Lübben. Landkreis Dahme-Spreewald lädt anlässlich der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien zu einem Vortrag und einer „Cleanparty“ ein.

Am Montag beginnt die jährliche und bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien. Ihr Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf ein weitgehendes Tabuthema dieser Gesellschaft zu lenken: Kinder, die mit suchtkranken Eltern aufwachsen. Um diesen „vergessenen“ Kindern eine Stimme zu geben, beteiligt sich die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Dahme-Spreewald an der zehnten Aktionswoche. In diesem Rahmen lädt Gesundheitsdezernent und Beigeordneter Carsten Saß (CDU) als Schirmherr zu zwei Aktionen ein.

Katja Seidel von der Suchtberatungsstelle Tannenhof hält am Mittwoch, 13. Februar, um 10 Uhr beim Verein „Grenzläufer“ in Mittenwalde (Mauerstraße 1) einen Vortrag zum Thema „Kinder aus sucht- und psychisch belasteten Familien“. Eine Anmeldung ist unter marlen.hasselberg@grenzlaeufer-ev.de möglich.

Zu einer kostenfreien „Cleanparty“ wird am Freitag, 15. Februar, ab 17 Uhr in das Jugendfreizeitzentrum Weinert des Stadtjugendrings Königs Wusterhausen (Erich-Weinert-Straße 9c) eingeladen. Dort spielt Drapn Luwss aus Berlin und es gibt, neben vielfältigen Informationen zum Thema, alkoholfreie Cocktails.

Mit der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien wird auf die bundesweit fast drei Millionen Kinder und Jugendlichen aus Familien mit alkoholkranken oder drogenabhängigen Eltern aufmerksam gemacht, auf ihre Schicksale und Perspektiven. Initiativen in ganz Deutschland, Hilfeprojekte oder Selbsthilfeverbände bieten Veranstaltungen an, bei denen Interessierte sich über die Problematik und Möglichkeiten der Hilfe informieren können.

Näheres zum Thema ist auf der Internetpräsenz der Initiatoren unter www.coa-aktionswoche.de zu erfahren.

(red/is)