(red/kr) Glücksspielautomaten und Computerspiele können hochgradig abhängig machen. Das ist für Suchtfachleute keine neue Info, in der breiten Öffentlichkeit wird dies aber wenig beachtet oder geglaubt. Einen regelrechten Boom erleben in der letzten Zeit Sportwetten – im Internet, aber auch in Wettbüros im öffentlichen Raum. Das gerade von Sportwetten eine enorm hohe Suchtgefahr ausgehen kann, wollen viele Beteiligte nicht wahrhaben. Der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht 2019 soll Abhilfe schaffen. Schon das diesjährige Motto „Verzockt? Online-Glücksspiele und Sportwetten im Fokus“ des Aktionstages macht deutlich, worum es den Initiatoren geht: aufzeigen, dass es sich mit Sportwetten und Online-Glücksspielen um einen Bereich der Freizeitindustrie mit großer Suchtgefahr handelt.

In der Region  Dahme-Spreewald beteiligen sich am 25. September auch die offizielle Suchtberatungsstelle des Landkreises mit einem umfangreichen Angebot: Es soll  durch den Aktionstag ein aufklärender und das Risiko bewusst machender Diskurs zu Thema in der breiten Öffentlichkeits  angestoßen werden. Außerdem soll gezeigt werden, dass es bereits spezialisierte Beratungsangebote gibt, die von Hilfesuchenden in Anspruch genommen werden können.

Die Suchtberatung LDS organisiert in Kooperation mit der TH Wildau von 10 bis 15 Uhr einen Fachstand im Foyer der Halle 17 (vor der Uni-Cafeteria). Dort können erste Informationen eingeholt, Gespräche geführt und auf Wunsch auch direkt Beratungstermine vereinbart werden. Von 17 bis 19 Uhr findet in den Räumen der Suchtberatung (Hochschulring 2/Halle VII) unter therapeutischer Anleitung ein Austausch zwischen Glückspieler(inne)n und deren Angehörigen statt. 

Das Team der Suchtberatung aus Cottbus wird am Aktionstag eine  Online-Beratung für die Schwerpunktthemen anbieten. Von 14 bis 22 Uhr können Glücksspielsüchtige und auch deren Angehörige ano­­nym den Live-Chat www.tannenhof.de nutzen.