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| 01:27 Uhr

Akten belegen: Feuerwehr Straupitz älter als bislang angenommen

Die Ortschronisten André Urspruch und Tobias Raband überreichen dem Ortswehrführer Andreas Hummel die Akte. Foto: M. Klinkmüller
Die Ortschronisten André Urspruch und Tobias Raband überreichen dem Ortswehrführer Andreas Hummel die Akte. Foto: M. Klinkmüller FOTO: M. Klinkmüller
Straupitz. Der Straupitzer Ortschronist André Urspruch blättert vorsichtig eine 221 Jahre alte Akte durch. Diese belegt, dass es in Straupitz bereits am 16. Oktober 1784 drei ehrenamtliche Feuerwehrmänner gab. M. Klinkmüller

Bislang war lediglich bekannt, dass am 6. Mai 1898 die freiwillige Feuerwehr durch den Männer-Turnverein gegründet worden war. Die Akte, die dem Ortschronisten im Internet angeboten und vom Weißwasseraner Buchbinder Hubert Gotzmann restauriert wurde, belegt den Kauf einer Feuerspritze, die in Herzberg von Johann Gottfried Dobe im Jahr 1784 gebaut worden war. 250 Reichstaler hat die Spritze gekostet. Sie steht noch heute im Feuerwehrhaus der Gemeinde. Nach der Akte waren der Schmied Kleemann sowie die Kleinbauern Schuppan und Mahrenz im Jahr 1784 die ersten drei Spritzenmeister, die mit der Spritze über das Land gezogen sind. Neben dem Kauf der Spritze führt die Akte auch die Kosten für die Feuerwehr auf, die auf die Dörfer Byhleguhre, Butzen, Laasow, Byhlen und Straupitz sowie auf die einzelnen Feuerstellen verteilt wurden.

Da eine Feuerstelle ein Gehöft bedeute, erklärt der Ortschronist Tobias Raband, könne auch nachvollzogen werden, wie viele Häuser in den fünf Dörfern im Jahr 1784 gestanden haben. So waren es in Laasow 23 und in Straupitz 96 Häuser.