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| 18:26 Uhr

Radensdorf
Agrargenossenschaft lädt zum Verpächtertreffen ein

Traditionelle Handarbeit vor moderner Technik: Sieben große Rollen Heu mit je rund 300 Kilogramm Gewicht verarbeiteten die Männer und Frauen vom Briesenseer Heimatverein zu einem Spreewälder Heuschober. Eine Technikausstellung zog ebenso viele Besucher an, die sich auf dem weitläufigen Gelände bei vielen Programmpunkten und Stationen verteilten.
Traditionelle Handarbeit vor moderner Technik: Sieben große Rollen Heu mit je rund 300 Kilogramm Gewicht verarbeiteten die Männer und Frauen vom Briesenseer Heimatverein zu einem Spreewälder Heuschober. Eine Technikausstellung zog ebenso viele Besucher an, die sich auf dem weitläufigen Gelände bei vielen Programmpunkten und Stationen verteilten. FOTO: Ingvil Schirling
Bukoitza. Rund 2500 Gäste haben Führungen, Wettbewerbe, moderne und historische Technik und ganz viel Programm bei Bukoitza erlebt.

Alle vier Jahre lädt die Agrargenossenschaft Radensdorf bei Bukoitza zwischen Lübben und Alt Zauche im Spreewald zum Treffen aller Verpächter ein. Zu denjenigen, die dem Betrieb Flächen zur Verfügung stellen, kommen Nachbarn, Freunde, Mitarbeiterfamilien und viele mehr. Am Samstag tummelten sich geschätzte 2500 Männer, Frauen und Kinder auf dem weitläufigen Gelände und konnten den ganzen Tag ein vielfältiges Programm genießen - bis hin zum stillen Sonnensitzen vor der Kulisse von moderner Technik, Quadfahren, Bungeetrampolin, historischen Fahrzeugen und Heuschobern. Stallrundgänge, Bogenschießen, Preisbillard, Gewichtschätzen (Bulle, Kuh und Kalb wogen zusammen 1904 Kilogramm), Tanzvorführungen von den Wild Dancing Boots, der Folkloretanzgruppe aus Köpenick, der Trachtentanzgruppe Neu Zauche, Feuerwehr- und Kremserrundfahrten und die Hüpfburg samt Kinderschminken der Kita Gute Laune aus Lübben gehörten ebenfalls dazu.

Agrargenossenschaftschef Andreas Bulligk konnte mit vielen Gästen Kontakte auffrischen und Neues bereden. Auf LR-Nachfrage informierte er über einige der aktuell abgeschlossenen und geplanten Investitionen. „Natürlich investieren wir immer in Technik“, sagte er. Zwei neue Trecker gehören somit zum Fuhrpark. Ein neues Sozialgebäude beinhaltet nun die Duschen, Toiletten, Umkleide- und Pausenräume samt Küche. Ein Düngebecken wird gebaut, um den Mist entsprechend der Gülleverordnung, nach der im Herbst vor dem Roggen nicht mehr ausgebracht werden darf, lagern zu können. Die Betriebstankstelle soll erweitert werden.

Zur ökologischen Landwirtschaft des Betriebes gehören aktuell 4180 Hektar auf 385 Schlägen, davaon 1270 Hektar Grünland. Angebaut werden Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Buchweizen und andere Feldfrüchte. 2177 Rinder zählte der Betrieb zum Jahreswechsel. 520 Mutterkühe, 130 eigene Kälber und zehn Bullen gehören auf der Seite der Tierproduktion dazu. 640 Milchkühe liefern jährlich 5 100 000 Kilogramm Milch, die nach Elsterwerda zur Weiterverarbeitung gebracht wird. Dort wird unter anderem die Marke „Mark Brandenburg“ produziert.