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| 20:00 Uhr

Landtagswahl
Kundgebungen auf Lübbens Markt

 Der AfD-Kundgebung auf dem Lübbener Marktplatz begegnete ein breites Bündnis unter dem Titel „Miteinander für Lübben“.
Der AfD-Kundgebung auf dem Lübbener Marktplatz begegnete ein breites Bündnis unter dem Titel „Miteinander für Lübben“. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Gesang vor der Paul-Gerhardt-Kirche, Wahlkampf auf dem Platz.

Rund 350 Menschen haben sich am Dienstagabend zu zwei Kundgebungen auf dem Lübbener Markt eingefunden. Schätzungen der Polizei zufolge waren gut 100 Menschen dem Aufruf des Netzwerks „Miteinander für Lübben“ gefolgt. Vor der Paul-Gerhardt-Kirche knüpften sie ein langes, buntes Band für Vielfalt und Menschlichkeit. Auf dem Markt lauschten derweil etwa 250 Menschen, ebenfalls nach polizeilicher Schätzung auf LR-Nachfrage, der Kundgebung des AfD-Landtagskandidaten Christoph Berndt sowie des Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz, des EU-Abgeordneten Jörg Meuthen und anderen.

Kalbitz hob in seiner Rede vor allem auf die – aus seiner Sicht – Fehler der rot-roten Landesregierung ab, kritisierte einmal mehr die Flüchtlingspolitik und forderte Abschiebungen in großem Umfang.

Von der Paul-Gerhardt-Kirche her ließen diejenigen, die dem Aufruf von „Miteinander für Lübben“ gefolgt waren, „Freude schöner Götterfunken“ und andere Lieder erklingen. In dem Netzwerk hatten sich die Caritas, Diakonie, die Kirchengemeinde, das Forum gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Gewalt sowie Vertreter des Übergangswohnheims zusammengefunden. Das „Band der Vielfalt“ wurde den Kirchturm hinaufgezogen, ehe zur Friedensandacht in die Kirche eingeladen wurde.

Auffällig viele Radfahrer in orangefarbenen Shirts hatten sich unter die Netzwerk-Gäste gemischt. Die 40 Frauen und Männer sind Teilnehmer einer Sternfahrt auf dem Weg zur Friedenskirche nach Jawor in Polen, wie Organisator Hubertus Schmalor erklärte. Dort findet am 1. September eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestags des Überfalls Deutschlands auf Polen statt. Der Stopp in Lübben stand lange fest. In Absprache mit Pfarrer Martin Liedke unterstützen die Radler das Lübbener Bündnis stimmgewaltig.

(is/kkz)