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Adventsmarkt
Adventsmarkt in Lübben: Wenn der Schneemann Polonaise tanzt

Die Trachtentanzgruppe „Lutki“ der Spreewaldkita war eine der zahlreichen Akteure, die die Besucher des Adventsmarkts am Wochenende in Lübben auf die Weihnachtszeit eingestimmt haben.
Die Trachtentanzgruppe „Lutki“ der Spreewaldkita war eine der zahlreichen Akteure, die die Besucher des Adventsmarkts am Wochenende in Lübben auf die Weihnachtszeit eingestimmt haben. FOTO: Andreas Staindl / LR
Lübben. Plätzchen-Wettbewerb, anspruchsvolle Gedichte und ein Extra-Angebot in der Breiten Straße Von Andreas Staindl

Weihnachten kann kommen. In drei Wochen ist es soweit. Lübbener und Gäste in der Stadt haben sich am Wochenende schon mal in Stimmung gebracht. Der Adventsmarkt lockte diesmal schon von Beginn an mehr Gäste als während  früherer Jahre.

Das Wetter – trocken und Temperaturen um den Gefrierpunkt – auf der einen und das attraktive Programm auf der anderen Seite dürften ihren Anteil an der guten Resonanz haben. Auch der Weihnachtsmann war zufrieden. Als er und sein Engel mit der Kutsche auf dem Marktplatz vorfuhren, warteten dort so viele Eltern und Großeltern mit ihren Kindern und Enkeln wie selten in den vergangenen Jahren. Und das Beste daran: Die Besucher hatten sich offenbar auf den guten Alten vorbereitet.

Der hatte sich nämlich in der LAUSITZER RUNDSCHAU gewünscht, dass nicht alle Kinder „lieber guter Weihnachtsmann“ aufsagen, sondern etwas kreativer sein mögen. Sein Wunsch wurde erfüllt. „Ich habe heute recht anspruchsvolle Gedichte gehört“, sagte Harry Schütze, der erneut den Weihnachtsmann für die Stadt spielte. Und nicht nur das. Der gute Alte schaffte es zudem, Besucher auf dem Marktplatz zum gemeinsamen Gesang zu bewegen. „O Tannenbaum...“ erklang es aus zahlreichen Kehlen. Da war sie, die Besinnlichkeit, von der sich der Weihnachtsmann mehr als während der vergangenen Jahre wünschte.

Der Advent ist auch die Zeit der Plätzchen. In vielen Familien wird fleißig gebacken. Doch wer backt die leckersten und schönsten Plätzchen? Die Tourismus, Kultur und Stadtmarketing (TKS) GmbH sowie die Stadt Lübben suchten zum dritten Mal das Lübbener Plätzchen-Schätzchen. Neun verschiedene Sorten wurden eingereicht. Eine Jury bewertete die Plätzchen nach Geschmack und Kreativität. Sie setzte die orangenen Schokoplätzchen von Carola Böttcher auf Platz eins, gefolgt von den „Gute Laune Keksen“ der Familie Zimmermann sowie dem Stollenkonfekt der Familie Wegendorf.

Die Gewinnerin durfte sich die Siegerschürze umbinden und wie die Platzierten über einen Sachpreis freuen. Lübbens Bürgermeister Lars Kolan (SPD) war von den Siegerplätzchen angetan: „Ich hätte gern das Rezept.“ Andrea Seefeldt und Jenny Kossert wurden für ihre „Glitzer-Libellen“ mit dem Kreativpreis geehrt. Dass außer der Gesamtsiegerin kein anderer Gewinner während der Preisverleihung anwesend war, trübte die Aktion ein wenig. Der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch.

Die Trachtentanzgruppe „Lutki“ der Spreewaldkita in Lübben sorgte für gute Laune und brachte die Besucher in Adventsstimmung. Wenig später gab es märchenhaften Besuch. Eisprinzessin und Schneekönigin gaben sich die Ehre. Sie baten gemeinsam mit dem Schneemann zur großen Polonaise auf dem Marktplatz. Ein Spaß, der ankam.

Nicht nur auf dem Marktplatz, sondern auch in der Breiten Straße wurde gefeiert. Lübbens Boulevard war so etwas wie der Geheimtipp. Klein, fein und mit handgemachter Musik wurde auf das Weihnachtsfest eingestimmt. Keine Konkurrenz zum Programm auf dem Marktplatz, sondern eine angenehme Alternative und Bereicherung des Adventsmarkts.

Am Sonntag hatte dann auch die Plätzchenbackstube der Bäckerei Bubner geöffnet. Kinder kneteten, rollten und verzierten fleißig das Gebäck und bereiteten damit dank der Einnahmen anderen Kindern eine Freude.

Die Kakao-Kahnfahrt am Nachmittag feierte Premiere. Lübbens Türmerin Vera Städter hatte extra für die Kuschelkahnfahrt eine Weihnachtsgeschichte geschrieben. Parallel dazu unternahmen Kinder der Kita „Unter den Linden“ eine „Reise durch die Winterzeit“ auf dem Marktplatz. Gesang gehört zur Adventszeit dazu. Entsprechend viel und gern wurde während des Adventsmarkts gesungen.