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| 18:12 Uhr

Achtmal Danke mit Blumen

Erzieherin Regina Waske mit Kindern in der evangelischen Kita Regenbogen in Lübben.
Erzieherin Regina Waske mit Kindern in der evangelischen Kita Regenbogen in Lübben. FOTO: Schirling
Lübben. Heimlichkeiten gibt es nicht nur zu Weihnachten. Sondern auch zum Frauentag! Im Auftrag ihrer Leserinnen und Leser hat die Lübbener RUNDSCHAU gestern acht Blumensträuße an engagierte, liebevolle, kluge und hilfsbereite Frauen überreicht. Ingvil Schirling

Dafür mussten diese zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem vereinbarten Ort anzutreffen sein. Damit sich acht Frauen über die besondere Überraschung freuen konnten, klingelten tags zuvor zwecks Organisation unzählige Telefone heiß. Männer und Frauen waren in geheimer Mission unterwegs, um die Übergabe sicherzustellen.

Seit mehr als zehn Jahren läuft die Aktion Blumen zum Frauentag der Lübbener Lokalausgabe. Das Straupitzer Blumengeschäft von Mathias Welzel ist in dieser Angelegenheit der treue Partner an ihrer Seite. Jahr um Jahr stellen die Mitarbeiterinnen des erfahrenen Gartenbauers schöne Sträuße zusammen, die im Kofferraum der LR-Redakteurin ihre Reise durchs Verbreitungsgebiet antreten. Diesmal waren die Stationen in Straupitz, Byhleguhre, Lübben, Lubolz, Niewitz und Rietzneuendorf. Es gab Freudentränen, strahlende Augen und kurze Sprints zum Spiegel vor dem Fotografieren. Es gab liebenswürdige Nachbarn, Kolleginnen, Freunde und Bekannte, die fingernägelkauend Zuhause saßen und hofften, dass die Überraschung gelingt.

Und es gab Gründe. Gute Gründe. Die Straupitzer Familie Bonhage würdigte via LR-Blumenstrauß das Engagement von Kirsten Schulz als Chorleiterin und Organistin - neben ihrer beruflichen Tätigkeit bei Bäckerei Vater.

Der Lübbener Reinhard Krüger hatte Jutta Vogel aus Byhleguhre vorgeschlagen. Die Linke-Politikerin verpackte gerade eigene Frauentags-Aufmerksamkeiten, als die LR-Mitarbeiterin samt Blumen vor ihrer Tür stand. Die Bürgermeisterin von Byhleguhre ist der Dreh- und Angelpunkt von kulturellem und politischem Leben in dem Oberspreewald-Dorf, begründete der Lübbener Reinhard Krüger, ebenfalls in der Partei Die Linke, seinen Vorschlag. Ohne Jutta Vogel hätte die Hilfsaktion für Familie Neumann, die im Sommer 2016 Haus und Hof in einem Großbrand verlor, wohl kaum so erfolgreich stattgefunden.

Perfekt vorbereitet auf den Besuch der Heimatzeitung als Blumenbotin waren die Mitarbeiterinnen der Kita Regenbogen in Lübben. Alle - bis auf eine. Das Team um Leiterin Carola Burandt genoss den Anblick des erst rätselnden, dann freudestrahlenden Gesichts von Regina Waske und freute sich sichtlich mit ihr über die Würdigung, die Isabell Westphal eingefädelt hatte. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass die Übergabe zu einem wirklich schönen Moment wurde. Regina Waske gilt als gute Seele der Einrichtung.

Wenige Meter weiter, an der Berliner Chaussee, wartete Heidemarie Weiland zuverlässig wie immer auf Post für Eva-Maria Richter. Nur, dass stattdessen Blumen für sie selbst geliefert wurden, die in dem Neubaublock immer da ist, wenn sie gebraucht wird.

Gisela Damaschke, die bekannte Lübbener Ärztin, ließ den nächsten Strauß in die Bergstraße bringen. Fachkompetent auch in schwierigen Situationen, immer freundlich und ruhig - dafür dankte sie Arzthelferin Ilona Narloch, auch wenn diese jetzt in der Nachfolgepraxis arbeitet.

Von dort ging es auf Vorschlag von Edith Schwäbisch nach Lubolz, zu Birgit Fechner, die ihre sieben Enkel liebevoll betreut und auch für ihr jüngstes Pflegekind ein warmes Nest zur Verfügung stellt.

Marita Tusslers Fürsorge wiederum gilt den Ältesten der Gesellschaft. Tagtäglich betreut sie einen Rentner in der Lübbener Jahnstraße, erledigt Einkäufe, begleitet ihn zu Arztbesuchen, koordiniert und organisiert wichtige Termine. Nachbarin Edeltraud Wittenberg beobachtet das seit Jahren, und nun war es Zeit für einen Blumenstrauß.

Das sah Angelika Naumann mit Inge Andrack genauso. Die Rietzneuendorferin leitet den Chor, begründete die Bürgermeisterin ihren Vorschlag, und leistet viel fürs Dorf. So schloss sich der Kreis - von Chor zu Chor durch das vielfältige Engagement in der Gesellschaft. Ein dickes Dankeschön allen Frauen, die so viel leisten. Und den Männern, die sie dabei unterstützen.